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Die Anleitung zu Hertz~Ware ...

1 Über diesen Text


HERTZ.HYP/REF bzw. HERTZ.TXT ist als Bedienungsanleitung zum Programm Hertz~Ware geschrieben. Er kann als Hilfe-Text im Programm genutzt werden.


Der Text darf - als Hypertext, wie auch in seiner ASCII-Fassung - frei kopiert und weitergegeben werden. Das Bereithalten in Mailboxen ist erlaubt, sofern der Zugriff auf die Dateien nicht mit Gebühren verbunden ist, die über die für die sonstige Nutzung erhobenen hinausgehen.


Ausdrücklich nicht gestattet ist die Aufnahme weder des Hypertextes noch seiner ASCII-Fassung in PD-Sammlungen, auf CD-ROM und ähnliche Arten von Programmsammlungen ohne schriftliche Genehmigung des Autors.


Teilweise oder komplette Wiedergabe dieses Textes in welcher Form auch immer ohne Hinweis auf den Autor ist nicht gestattet.


Teilweise oder komplette Wiedergabe dieses Textes in entgeltlich abgegebenen Produkten in welcher Form auch immer ist ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung des Autors zulässig.



2 Einleitung


Es gibt viele Wege, auf denen das Programm zu Ihnen gekommen sein kann. Genau so unterschiedlich können die Gründe sein, derentwegen Sie sich mit Hertz~Ware und diesem Text beschäftigen. Natürlich stehen auch Sie unter Zeitdruck und wollen jetzt wissen, wozu Hertz~Ware da ist und was Sie damit Nutzbringendes anfangen können.


NiederfrequenzMplatz. Für einen solchen Meßplatz benötigt man Signalgeneratoren und Meßgeräte. Und praktisch ist die Möglichkeit, bestimmte Meßaufgaben mit einem Rechner automatisch auszuführen und auszuwerten ...

Eine Auswahl davon - begrenzt durch die Hardwareausstattung des ATARI Falcon030 - steht Ihnen mit Hertz~Ware zur Verfügung.


Aber nicht die herkömmlichen Laborgeräte wie Sinusgenerator und Oszilloskop stehen im Mittelpunkt von Hertz~Ware, sondern die MLS-Analyse, die den Falcon030 mit seinen Möglichkeiten im Audiobereich zu einem sehr leistungsfähigen Instrument für die Untersuchung von Verstärkern, Lautsprechern und anderen Übertragungsketten macht.

Hertz~Ware macht die MLS-Analyse und andere Verfahren der digitalen Signalverarbeitung, die noch nicht fest in Praktikerkreisen etabliert sind, einem breiten Nutzerkreis zugänglich. Diese Anleitung soll mit dem Grundlagen-Teil dazu beitragen, daß diese modernen und leistungsfähigen Verfahren immer mehr in den Alltag vordringen.


Einige Beispiele, was man mit Hertz~Ware anstellen kann, finden Sie im Anhang (siehe "Oft gestellte Fragen").


Im Profi-Bereich gibt es entsprechende Software, die aber den Nutzerkreis durch den Preis auf die Profis einschränkt. Der NF-MESSPLATZ ist auch für den Profi-Bereich geeignet! Die Preisfestlegung soll es aber interessierten Amateuren und "Halbprofis" ermöglichen, sich auch auf der anderen Seite der ins Fließen geratenen Grenze zum Profitum umzutun. Die Eignung auch für professionelle Ansprüche wird keinesfalls durch die verwendeten Meß- und Berechnungsverfahren eingeschränkt!


Die Aussagekraft der Meßergebnisse und die komfortable Bedienerführung stehen im Mittelpunkt. Die konsequente Anwendung der Betriebssystem-Schbittstellen und die Verwendung des Programmgerüsts der Brüder Geiß erlegen einige Beschränkungen in der Reaktionsgeschwindigkeit und dem modernen Aussehen auf. Andererseits gewährleistet dies einen stabilen Betrieb auch unter Multitasking-Umgebungen (siehe "TOS").


Was geht - was geht nicht?


Grenzen werden ganz deutlich durch die Hardware gesetzt. Mit einem ATARI Falcon030 in der Standard-Ausstattung (4 MB RAM, Festplatte, VGA-Bildschirm) kann man prinzipiell alle Programmpunkte nutzen - es ist aber nicht immer sinnvoll.


Das Original-Soundsubsystem des Falken reicht sicherlich für ein paar Tests aus, aber auch dem unerfahrenen Amateur fällt bald das nicht zu überhörende Rauschen auf, das die DA-Wandler erzeugen. Dies und die "nicht-idealen" Frequenzgänge der Ein- und Ausgangsverstärker machen genaue Messungen mit dieser Hardware fragwürdig. Genauer gesagt ist es durchaus möglich, mit der Originalausstattung Messungen durchzuführen. Diese sind aber mit einem (ausschließlich) durch die Hardware bestimmten Fehler behaftet. Beste Wandler- und Verstärkerhardware vorausgesetzt liefert der NF-MESSPLATZ die gleichen Ergebnisse wie die mir bekannten Profiprogramme, wenn nicht aussagekräftigere.


Der Einbau eines Beschleunigers bekommt Hertz~Ware sehr gut. Das Programm erwartet aber weder eine Takterhöhung der CPU noch des DSP.

Wenn Hertz~Ware unter Multitaskingsystemen genutzt wird, werden ausschließlich die Echtzeitanzeigen evtl. problematisch für andere zeitgebundene Tasks, alles andere ist den Erfordernissen von MT-Betriebssystemen angepaßt.


Neben Beschränkungen, die die Hardware auferlegt, gibt es prinzipielle Grenzen, die in der Natur der Sache liegen. Keine Hardwareausstattung ermöglicht es, das Abtasttheorem zu umgehen oder die Auflösung der digitalen Wertedarstellung zu "verfeinern"! Also sind bspw. Spektraluntersuchungen oberhalb des Audiobereiches auch theoretisch nicht ohne weiteres möglich ...


Programm-Philosophie


Das Programm hat einen eigenen Desktop (Arbeitsplatz). Das entspricht der Idee, auf diesem die zur Arbeit benötigten Werkzeuge und Hilfsmittel darzustellen.


Man kann einstellen, ob dieser Arbeitsplatz sich über den gesamten Bildschirm erstrecken soll oder ob er in einem Desktop-Fenster erscheint.


Ausgehend vom Aufbau der ATARI Falcon030 sind die Haupt-Arbeitsmittel das Senderfenster, das Empfängerfenster und die Soundmatrix.


Das Senderfenster hat die Funktionsgeneratoren zum Inhalt, die mit den zuletzt eingestellten Werten arbeiten (Die entspr. Einstellungsdialoge können dabei geschlossen sein.). Was hier erzeugt wird, wird auf die Soundmatrix geleitet und zwar auf den (Matrix-)Eingang DSPXMIT - ausgehend davon, daß das, was hier ankommt, vom DSP ausgesendet wurde. Das Signal kann nun auf die verschiedenen (Matrix-) Ausgänge rangiert werden. Im Empfängerfenster kann man die einzelnen Echtzeitanzeigen und die Aufzeichnung einschalten und parametrieren.


Ein wenig aus dem Rahmen fällt ein Programmpunkt, der unter der Bezeichnung "MLS-Analyse" auftaucht. Und zwar deshalb, weil Ein- und Ausgänge für diese Funktion genutzt werden. Es wird die Impulsantwort eines Systems ermittelt, aus der dann mittels FFT die Amplituden- und Phasen-Frequenzgänge errechnet werden können. Das zu untersuchende System wird zwischen die Aus- und Eingänge des ATARI Falcon030 geschaltet. Ein universelles Werkzeug - Filterparameter einer RC-Kombination, Frequenzgänge eines einzumessenden PA-Aufbaus, Beurteilung der frühen (und späteren - je nach vorhandenem RAM) Reflexionen eines Aufführungsraumes, andere raumakustische Parameter ... - alles aus der gemessenen Impulsantwort abzulesen bzw. zu errechnen! In leichter Abwandlung läßt sich diese Funktion für die Frequenzganguntersuchung von (Analog-)Recordern "\'FCber Band" (siehe "MLS-Analyse mit Synchronisation") benutzen.



2.1 Nach dem Auspacken ...


Bevor Sie das Programm Hertz~Ware starten, brauchen Sie fast keine Installationsarbeiten erledigen. Ich habe nahezu alles, was dazu gehört in die Programm-Datei mit dem Namen HERTZ.APP eingebaut.

Egal ob von Diskette oder von der Festplatte, egal aus welchem Ordner heraus: Hertz~Ware startet zunächst einmal. Für die Benutzung aller Funktionen und den vollen Bedienkomfort gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten. Schließlich habe ich ja oben fast geschrieben. Nur bei richtiger Anpassung der Programmeinstellungen auf Ihren Rechner kann alles optimal benutzt werden. Das ist aber halb so schlimm und schnell erledigt.


Hier erst einmal die Dateien und wozu sie gebraucht werden:


HERTZ_N.APP bzw. HERTZ_NF.APP Dies ist die Programmdatei. Sie enthält die Ressource-Daten, so daß keine extra Datei dafür benötigt wird. Auch das benutzte DSP-Programm ist darin enthalten.

HERTZ_D ist die Demo-Version ohne FPU-Unterstützung, während HERTZ_DF die FPU nutzen kann und z. B. eine FFT erheblich schneller erledigt.


HERTZ.HYP/HERTZ.REF Neben Hinweisen zur Bedienung gibt dieser Text einiges zu Theorie und Praxis der Signalverarbeitung und Tips, wozu und wie das Programm eingesetzt werden kann. Darüber hinaus - und das ist viel wichtiger - dient der Hypertext als Hilfe-System im Programm. Während das Programm Hertz~Ware läuft, kann per Help- oder F1-Taste eine kontextbezogene Unterstützung aufgerufen werden, die bewirkt, das Ihnen die entsprechende Stelle des Textes angezeigt wird.


M_nn.MLX Diese Dateien sind für die MLS-Analyse erforderlich. Es gibt davon mehrere (je nachdem, ob Sie eine Demo- oder Vollversion haben). Für "nn" im Dateinamen steht der Längenexponent der Folge.


FFTR2T.LOD Diese Datei muß sich im gleichen Ordner wie Hertz~Ware befinden, damit die RTA-Funktion genutzt werden kann (Nur Pro-Version).


README Wie allgemein üblich enthält diese Datei Hinweise, die man vor der allerersten Inbetriebnahme gelesen haben sollte.

In dieser Datei teile ich auch bspw. aktuelle Änderungen und Ergänzungen mit, die nicht in HERTZ.HYP bzw. HERTZ.REF stehen.


BEISPIEL.LOD Das ist ein kurzes Beispiel für ein DSP-Programm, das innerhalb Hertz~Ware gestartet werden kann. Es ist ein FIR-Filter (nicht eben steilflankig, Durchlaßbereich 9 bis 12 kHz), den Sie z. B. mit MLS- und FFT-Analyse untersuchen können.


Ordner PSI Um externe Taktquellen für das Soundsubsystem richtig einstellen zu können, legen Sie das Programm PSIDRIVE.PRG in den AUTO-Ordner. Mit PSICTRL.CPX stellen Sie die Parameter entsprechend der angeschlossenen Hardware ein. PSIDRIVE.PRG kann neben dem PSI (S/P DIF von BlowUp) auch das Soundpool-S/P DIF ansteuern und sorgt darüber hinaus dafür, daß einige TOS-Bugs bereinigt werden.

Diese Software liegt mit der freundlichen Genehmigung von BlowUp bei.


Ordner ENHANCER Dieser Ordner enthält ENHANCER.PRG, das im AUTO-Ordner liegen muß, wenn NVDI nicht installiert ist. Näheres hierzu erfahren Sie in den beiliegenden Texten ENHANCER.TXT und NEUE_FKT.TXT.



Ich schlage Ihnen folgendes Vorgehen zur Einrichtung Ihres Rechners für die Arbeit mit Hertz~Ware vor:


• Legen Sie auf der Arbeitspartition Ihrer Festplatte einen Ordner z. B. mit dem Namen "HERTZ" an. Kopieren Sie HERTZ.APP und die M_nn.MLX-Dateien in diesen neuen Ordner (ggf. FFTR2T.LOD dazulegen).


• Wenn Sie Hertz~Ware nutzen möchten, aber NVDI nicht installieren (können), legen Sie ENHANCER.PRG in den AUTO-Ordner. Aber nur, wenn NVDI nicht installiert ist!

ENHANCER.PRG (siehe "NVDI") stellt die Bitmap-Funktionen bereit, die im Standard-VDI nicht vorhanden sind.



Damit ist Hertz~Ware betriebsbereit.


Möglicherweise kennen Sie die Möglichkeit, ST-GUIDE-Hypertexte als kontextbezogene Hilfe zu benutzen. Mit HERTZ.HYP müssen Sie so verfahren, um es als Help-Text verfügbar zu haben:


• Kopieren Sie die Dateien HERTZ.HYP und HERTZ.REF in die dafür vorgesehen Verzeichnisse. Welche dies sind, entnehmen Sie bitte der ST-GUIDE-Anleitung.


• Installieren Sie das Programm ST-GUIDE als Accessory bzw. starten Sie es, wenn Sie ein Multitasking-Betriebssystem (Magic, MultiTOS, Mint/NAES) benutzen.


• Unter "Einstellungen ..." im Optionen-Menü schalten Sie die ST-GUIDE-Unterstützung ein und teilen Hertz~Ware mit, wo auf Ihrer Festplatte die Hypertext-Datei liegt. Dazu klicken Sie auf den Balken, der sich unter dem Punkt "ST-GUIDE als Helpsyst." befindet und suchen die Datei mit der auftauchenden Dateiauswahlbox. Die Einstellungen bestätigen Sie mit "OK".



In dem Falle, daß Hertz~Ware unter MagiC läuft, sollten Sie stets dafür sorgen, daß ST-GUIDE als Task läuft, damit es vom Helpsystem des Hertz~Ware genutzt werden kann.



2.2 Hertz~Ware-Varainten


Das Programm NF-MESSPLATZ existiert in verschiedenen Versionen: einer Demo-Version, einer in der Funktionalität leicht eingeschränkten (Normalversion) und einer vollständig funktionsfähigen (Pro-Version). Die Normalversion ist für ausschließlich nichtgewerblichen Einsatz vorgesehen (MLS bis 16384 Werte, kein RTA und ohne Druckfunktion), während die Pro-Version ohne alle Einschränkungen (MLS bis 65536 Werte bzw. die größte dem Entwicklungsstand des Programms entsprechende Anzahl) läuft und zusätzlich über eine Echtzeit-Spektralanalyse (RTA) verfügt.


Die Demo-Version hat einige Restriktionen (In Klammern die Angaben für die uneingeschränkte Versionen):


• Es werden keine Meßergebnisse und Einstellungen abgespeichert.


• In der Aufzeichnungsfunktion wird das Signal nur für 1 Sekunde aufgezeichnet (sonst nur durch verfügbares RAM begrenzt).


• Die größte MLS-Länge beträgt 4096 (16384 bzw. 65536).


• Sie besitzt keinerlei Druckerfunktionen (Grafikdruck von Oszillogrammen, Impulsantworten, Frequenzgängen etc., sofern GDOS installiert ist).


• In der Demo-Version funktionieren die Echtzeitanzeigen nur eine bestimmte Zeit (ca. 30 - 40 Sekunden), danach erscheint eine Meldung, daß die Funktion nicht in der Demo-Version verfügbar ist. Die entsprechende Anzeige wird ab jetzt nicht mehr aktualisiert. Um die Funktion wieder nutzbar zu machen, muß das Programm neu gestartet werden.



Eine in der Funktionalität nicht eingeschränkte Version des Programms ist beim ATARI-Händler (siehe "Vertrieb") erhältlich.


Der Verkauf bzw. der Versand des Programms bzw. Updates erfolgt zu Bedingungen des ATARI-Händlers (siehe "Vertrieb").


Für den Erwerb und die Benutzung der Normal- und der Pro-Version schließt der Programmnutzer eine Lizenzvereinbarung ab. Diese regelt, wer Hertz~Ware wofür einsetzen darf.



Preise


Die derzeit gültigen Preise erfragen Sie bitte beim ATARI-Händler (siehe "Vertrieb").



2.3 Rechtliches


Urheberrecht


Das Urheberrecht liegt und verbleibt beim Autor Axel Steffens mit dem Hinweis darauf, daß die Programm-Oberfläche dem Konzept aus Geiß/Geiß "Vom Anfänger zum GEM-Profi" entspricht.


Jegliche Manipulation am Code des Programms Hertz~Ware in irgendeiner Version (auch jeder Versuch der Rückübersetzung) oder auch am Inhalt der mit Hertz~Ware gelieferten Zusatzdateien wird als Verletzung des Urheberrechts betrachtet.


Haftungsausschluß


Für Schäden, die während der Benutzung des Programms Hertz~Ware oder danach an Hardware, Software, Daten oder sonstigem Eigentum des Nutzers entstehen oder entstehen könnten, übernimmt der Autor keinerlei Haftung. Ebenso ist jede Haftung des Autors ausgeschlossen, wenn Personen das Programm Hertz~Ware an Rechnern einsetzen, zu deren Bedienung sie nicht befugt sind und/oder keine Erlaubnis zum Einsatz des Programms haben.


Insbesondere sei hier hingewiesen auf die Möglichkeit eines in jedem Falle durch Datensicherung vermeidbaren Datenverlusts. Tritt ein solcher während oder nach Nutzung des Programms Hertz~Ware auf, so übernimmt der Autor keinerlei Haftung, egal, ob der Verlust auf Auswirkungen der Benutzung des Programms Hertz~Ware zurückzuführen ist oder nicht.


Vertrieb


Die Demo-Version darf frei kopiert und weitergegeben werden, aber nur zusammen mit diesem Text zumindest in seiner ASCII-Fassung! Nur in dieser Form ist das Bereithalten der Demo-Version in Mailboxen erlaubt, sofern der Zugriff auf die Programm- und Dokumentations-Dateien nicht mit Gebühren verbunden ist, die über die für die sonstige Nutzung erhobenen hinausgehen. Normal- und Pro-Versionen dürfen in Mailboxen generell in keiner Form bereitgehalten werden (Raubkopie).


Ausdrücklich nicht gestattet ist die Aufnahme weder der Demo-Version noch einer anderen Version in PD-Sammlungen, auf CD-ROM und ähnliche Arten von Programmsammlungen ohne schriftliche Genehmigung des Autors. Sollte das Programm - in welcher Form auch immer - trotzdem in solchen Sammlungen auftauchen, behält sich der Autor vor, dies als die Verbreitung einer Raubkopie seines Programmes zu betrachten und dagegen vorzugehen.


Normal- und Pro-Version werden vom ATARI-Händler (siehe "Vertrieb") vertrieben.


Copyrights


Das uneingeschränkte Urheberrecht auf das Programm NF-MESSPLATZ liegt beim Autor Axel Steffens. Jegliche nicht ausdrücklich vom Autor genehmigte Weitergabe der Normal- oder Pro-Version in unveränderter oder veränderter Form über die in der Nutzungslizenz fixierten Bedingungen hinaus wird vom Autor als Verletzung seines Urheberrechts aufgefaßt und bei Bekanntwerden verfolgt.


Bei der Entwicklung des Programms wurde das von B. Geiß und J. Geiß erarbeitete Programm-Gerüst, veröffentlicht in ihrem Buch "Vom Anfänger zum GEM-Profi" (Hüthig-Verlag, Heidelberg 1990), genutzt. Teilweise wurden die Module um eigene Routinen erweitert und korrigiert.


Die Grundidee für das Echtzeit-Oszilloskop ist an das Programm CURVE.S von Stefan Bock ((c) MAXON Computer) angelehnt.


ATARI ist ein eingetragenes Warenzeichen der (inzwischen wohl nicht mehr existenten, aber in Bezug auf Copyrights noch relevanten) ATARI Corp.


Das Copyright am Programm ENHANCER.PRG verbleibt allein bei den Autoren, Sven & Wilfried Behne. E-Mail: Wilfried Behne @H


Die im Ordner PSI beiliegenden Programme und Dokumentationen wurden freundlicherweise von der Firma BlowUp, München, zur Verfügung gestellt und dienen zum Betrieb eines S/P DIF am DSP-Port des Falcon030. Über den Kompatibiltätsmodus ist der Betrieb auch mit Interface-Einheiten anderer Hersteller (Soundpool) möglich.



2.4 Autor


Dieses Programm und

diese Anleitung

wurden erarbeitet von


Axel Steffens


Briefadresse:

Postfach 79 02 10

13015 Berlin


E-Mail: as@conectas.de




2.5 Vertrieb


Dieses Programm und weitere Produkte

werden vertrieben von


woller systeme


Grunewaldstraße 39

10825 Berlin



Fon: 030/21750286

Fax: 030/21750288

http//:www.woller.com

E-Mail:

wollersysteme@yahoo.de




2.6 Der erste Start


Wenn man das Programm überhaupt noch nicht kennt, hilft vielleicht, sich das einführende Beispiel (siehe "Oft gestellte Fragen") anzusehen. Richtig optimal wird's, wenn ST-GUIDE als Accessory installiert oder unter einem MT-Betriebssystem verfügbar ist und man nebenher die Anleitung mitlesen kann ...


Wird das Programm das allererste Mal aufgerufen, liegt noch keine *.INF-Datei mit abgespeicherten Einstellungen vor. In diesem Falle werden Standardeinstellungen vorgenommen.


Viele dieser Standard-Vorgaben werden von den Hertz~Ware-Anwendern sicher anders eingestellt werden. Die meisten Werte können abgespeichert werden, so daß sie nicht bei jedem Programmstart neu gesetzt werden müssen.

Zwei Einstellungen sollten Sie sich in jedem Falle ansehen:


Speicherallozierung: Meist ist es für die Funktionsfähigkeit zweitrangig, ob Speicher aus dem ST- oder dem TT-RAM angefordert wird. Deshalb ist die Standardvorgabe "Egal, TT-RAM bevorzugt (wenn vorhanden)". Wenn Sie TT-RAM verwenden, das für Sound-DMA nicht geeignet ist (z. B. virtuelle Speicherverwaltung) oder Sie sich dessen nicht sicher sind, setzen Sie die Vorgabe für derartige Speicheranforderungen (siehe "Allgemeine Einstellungen") auf "immer ST-RAM"


Art des Desktops: Bei Darstellung des Desktops im Fenster - sofern dies vom Anwender eingestellt und nicht schon vom Programm aus aufgrund Platzmangels vorgenommen wird - verlagert sich auch die Menüzeile in das Desktopfenster mit dem Effekt, daß in dieser Menüzeile die Accessories nicht mehr zugänglich sind.

Standardmäßig kommt der Desktop nicht im Fenster daher. Bei Singletask-Betrieb und geladenen Accessories empfiehlt es sich, in "Allgemeine Einstellungen" das Desktopfenster abzuschalten. In einer Multitasking-Umgebung ist die Fenstervariante möglicherweise eher gewünscht.

Auch im Desktopfenster funktioniert ein installiertes ST-GUIDE-Accessory als Hilfe-System, obwohl nicht übers Menü zugänglich.




3 Grundlagen


Diese Sektion soll ein kleines Nachschlagewerk zu der in Hertz~Ware verwendeten System-Theorie sein. Ganz ahnungslos sollte man nicht sein, obwohl ich mich bemüht habe, alles mit praktischem Bezug und leicht faßlich darzulegen. Die Fortgeschrittenen können hier sicher vieles überlesen und finden bestimmt in den Literaturhinweisen (siehe "Literatur") etwas, das weiterhilft.



3.1 Signale und Signalverarbeitung


Was man in der Systemtheorie unter Signalen versteht, lassen wir mal beiseite. Hier verstehe ich unter Signalen Spannungsverläufe, die abgetastet und quantisiert, kurz: digitalisiert werden und als Wertefolge vorliegen. Auch können diese Wertefolgen errechnet sein.


Die Signalverarbeitung beschäftigt sich grob gesehen damit, wie ein System ein am Eingang anliegendes Signal verändert und wie das Ergebnis am Ausgang aussieht. Was ist ein System? Tja, alles, was sich zwischen Ein- und Ausgang befinden kann: ein Verstärker, ein Equalizer, eine Übertragungskette mit Verstärker, Lautsprecher und dem Raum, in dem der Lautsprecher aufgestellt ist ... Der Anwender entscheidet, welches System er untersuchen will (Das erste "System", das ich mit Hertz~Ware untersucht habe, war ein selbstgebastelter Gebührenimpulsfilter für'n Modem.).


Hier einige Beispiele:


• An den ATARI Falcon030-Ausgang ist ein Verstärker mit möglichst linearem (zumindest bekanntem) Frequenzgang angeschlossen, der einen Abhör-Lautsprecher (natürlich auch schön linear!) treibt. Vor diesem Lautsprecher ist ein Mikrophon aufgestellt, dessen Frequenzgang unbekannt ist und ermittelt werden soll. Das Mikro wird - ggf. über einen Vorverstärker (wieder von der besseren Sorte) - an den Falcon-Eingang angeschlossen. Werden verschiedene Mikros eingeschleift, kann man sie miteinander vergleichen.


• Der Falcon-Ausgang wird über einen Equalizer auf eine PA-Anlage geschaltet. An geeigneter Stelle wird ein (Meß-)Mikrophon aufgestellt, das am Falcon angeschlossen ist. Die EQ-Einstellungen werden so lange verändert, bis das gesamte System den gewünschten Frequenzgang aufweist.



Impulsantwort


Als Impulsantwort bezeichnet man die Reaktion eines Systems auf einen Diracstoß. Mit einem mehr oder weniger großen Zeitversatz erscheint am Ausgang des Systems das Signal mehr oder weniger verändert. Die Verformung des Signals wird durch das System und seine Bestandteile bestimmt. Wenn eine RC-Filterkombination das System darstellt, wird das Signal durch den Frequenzgang der RC-Filterkombination verformt. Legt man an den Eingang dieses Systems einen Diracstoß an, so erscheint auch dieses Einheitssignal mehr oder weniger verändert am Ausgang des Systems und der zeitliche Verlauf am Systemausgang wird Impulsantwort genannt.


Diese Impulsantwort charakterisiert das System vollständig, d.h. man weiß alles über das System und kann anderes daraus ableiten (z. B. Amplituden-Frequenzgänge).


Diracstoß


In der Systemtheorie bezeichnet man als Diracstoß einen Signalsprung von 0 auf den Maximalwert mit sofort anschließender Rückkehr auf 0, also einen ganz schmalen Nadelimpuls mit definiertem Energiegehalt.


In der digitalen Signalverarbeitung ist ein Diracstoß eine Wertefolge, bei der der 1. Wert = 1 (bzw. Maximalwert) und alle folgenden Werte = 0 sind.


Amplituden-Frequenzgang


Die meisten Systeme übertragen die Frequenzanteile (beabsichtigt oder unbeabsichtigt) ungleichmäßig. Der Amplituden-Frequenzgang stellt grafisch dar, bei welcher Frequenz welcher Übertragungsfaktor gilt.


Phasen-Frequenzgang


Ähnlich wie beim Amplituden-Frequenzgang gilt, daß ein Signal in seiner Phasenlage verändert wird und diese Veränderung frequenzabhängig ist. Diese Frequenzabhängigkeit wird im Phasengang grafisch dargestellt.


Aus dem Phasen-Frequenzgang lassen sich Schlüsse auf die Gruppenlaufzeit ziehen.



3.2 MLS


Mit diesen drei Buchstaben wird ein modernes Berechnungsverfahren bezeichnet, mit dessen Hilfe man die Impulsantwort eines Systems ermitteln kann.


Wer genau wissen möchte, was bei einer MLS-Analyse so abläuft, lese bitte in der entsprechenden Literatur nach.


Warum verwendet man so einen aufwendigen Algorithmus anstatt einfach einen Diracstoß auf das Testobjekt zu geben und am Ausgang den Signalverlauf aufzuzeichnen? Die Antwort ist einfach: Bei einem rein digitalen System ist das möglich. Man kann einen Einzelimpuls an den Eingang legen und am Ausgang die Impulsantwort ablesen. Beim Test von Digitalfiltern geht das.


In der analogen Realität hat so ein Verfahren, mit Einzelimpulsen die Impulsantwort zu ermitteln, einen entscheidenden Nachteil: einen zu geringen Störabstand. Ein einzelner Nadelimpuls hat einen geringen Energiegehalt (Versuchen Sie mal, einen schmalen Nadelimpuls am Lautsprecher zu hören! Selbst bei Vollaussteuerung werden Sie nicht viel mitkriegen.), und so fällt natürlich jede Störung, jedes Rauschen etc. um so mehr ins Gewicht.


Im Gegensatz dazu hat die MLS-Folge (auch Maximal- oder Maximallängenfolge genannt; MLS - maximum length sequence (engl.)) einen hohen Energiegehalt und ein bekanntes Spektrum, nämlich eines, das "weißem" Rauschen recht nahe kommt. Diese Folge kann man als Folge von (positiven und negativen) Diracstößen betrachten, deren zeitliche Abfolge bekannt ist. Mit dem Wissen um diese zeitliche Abfolge läßt sich aus dem, was am Ausgang erscheint, die Impulsantwort eindeutig errechnen.


Damit das funktioniert, muß die MLS-Folge eine Reihe von Eigenschaften aufweisen (s. Literatur), was bei der Erzeugung der *.MLX-Dateien für Hertz~Ware natürlich berücksichtigt wurde. Diese Dateien enthalten Folgen unterschiedlicher Länge. Die Anwendung kurzer Folgen hat den Vorteil kurzer Rechenzeiten, aber die eigentlichen Vorteile der MLS-Analyse kommen dabei nicht so sehr zum Tragen. Auch die Untersuchung längerer Impulsantworten (Raumakustik) erfordert hinreichend lange Folgen.



3.3 FFT


FFT ist ein bekanntes Stichwort. Trotzdem noch mal kurz, was sich dahinter verbirgt:


Der Fast Fourier Transform-Algorithmus ist ein spezielles Berechnungsverfahren, um aus zeitlich äquidistanten (mit gleichem Abstand) Abtastwerten eines Signals seine spektrale Zusammensetzung zu ermitteln.


Hauptmerkmale:


• Die Zahl der Abtastwerte muß einer Zweierpotenz entsprechen (=2^n).


• Bei reellen Eingangswerten (wie in unserem Falle) ist das erhaltene Spektrum symmetrisch, man erhält also 2^(n-1) aussagekräftige Werte, der Rest ist redundant (wiederholt sich).


• Das Spektrum ist nicht kontinuierlich, durchgehend. Es hat Werte nur an bestimmten Stellen, ist diskret. Der Abstand der Spektrallinien ist der Kehrwert der Abtast-Periodendauer, dividiert durch die Anzahl der Abtastwerte.


Wird das Signal mit 1000 Werten in der Sekunde abgetastet (also alle 1/1000 s), und werden 1024 Werte für die FFT herangezogen, beträgt die Abtast-Periodendauer 0,001 s, und das Spektrum weist Werte im Frequenzabstand von 0,9765625 Hz auf.


Fällt ein Frequenzanteil nicht exakt in dieses Raster, so teilt sich sein Spektralanteil auf die benachbarten Spektrallinien, die im Raster liegen, auf.


• Der FFT-Algorithmus ist für komplexe Eingangsgrößen gedacht, was in diesem Fall nicht genutzt wird. Das Ergebnis der FFT ist ebenfalls komplex, hat aber in der Form nicht den praktischen Wert. Bei Hertz~Ware werden aus den Real- und Imaginärteilen die Amplituden- und Phasenwerte der einzelnen Spektrallinien errechnet, was für den Praktiker wesentlich aussagekräftiger sein dürfte.



Obwohl das Spektrum diskret ist, habe ich zur besseren Anschaulichkeit eine Darstellung gewählt, bei der die einzelnen Spektralpunkte miteinander durch eine Linie verbunden sind, was besser aussieht, aber eigentlich nicht exakt ist. Da die meisten untersuchten Objekte wohl der analogen Welt entstammen, hat die Liniendarstellung ihre Berechtigung, denn der Frequenzgang eines (analogen!) Filters ist nicht diskret, sondern kontinuierlich, durchgehend.


In Hertz~Ware wird die FFT benutzt, um aus der Impulsantwort eines Systems (aus MLS-Analyse) den Amplituden-Frequenzgang und den Phasen-Frequenzgang zu errechnen und anzuzeigen.


Darüber hinaus kann man sich die spektrale Zusammensetzung eines Ausschnitts aus einem aufgezeichneten Signal (siehe "Aufzeichnung") darstellen lassen. Dazu wird ebenfalls die FFT benutzt.


Wird die FFT für MLS-Daten aufgerufen, erfolgt keine Fensterung (siehe "Fensterfunktion"). Markieren Sie die für die FFT bestimmten Bereiche der Impulsantwort so, daß das Signal an Anfang und Ende der Markierung "keinen Ausschlag" hat. Dann ist auch keine Fensterung nötig, sie würde nur die Aussagekraft des Spektrums verringern.



3.3.1 Fensterfunktion


Vor der Fourier-Transformation werden die Daten mit einer wählbaren (Optionen, FFT-Parameter) sogenannten Fensterfunktion behandelt. Das bedeutet nichts anderes, als daß am Anfang und am Ende des Samples ein- bzw. ausgeblendet wird und dient zur Unterdrückung der Fehler, die durch die Quasi-Periodizität (Annahme, daß sich der betrachtete Signalverlauf periodisch wiederholt, was er in Wirklichkeit nicht tut) entstehen.


Wann sollte welche Fensterfunktion verwendet werden? Eine schwierige Frage, deren Beantwortung ganze Bücher füllt ...

Es ist immer eine Kompromißentscheidung, jedes Fenster hat sein "sowohl als auch". Da hilft eigentlich nur Probieren. Einige Anhaltspunkte können die Auswahl der Fensterfunktion erleichtern:


Rechteck: Diese Fensterfunktion läßt die Werte unbeeinflußt.

Wenn ein aperiodisches Signal (Impuls, weißes Rauschen) untersucht werden soll, bringt Fenstern nichts, es verdirbt nur das Ergebnis. Ist man nicht sicher, welches Fenster angewendet werden soll, also erst mal "Rechteck" einstellen.

Das Rechteckfenster deformiert das Spektralbild eines schmalbandigen Signals am wenigsten. Will man die Pegelverhältnisse in einem Frequenzgemisch möglichst exakt beurteilen, sollte man auch bei "Rechteck" bleiben.


Hanning/Hamming: Mit diesen Fensterfunktionen erreicht man, daß bei niedrigen Pegeln die Signalanteile weniger durch die Stoßstellen an Anfang und Ende des Abtastbereiches und das Berechnungsverfahren gestört werden. Gegenüber dem ungefensterten Spektrum kann man ca. 20 dB tiefer "in die Feinheiten gucken".


andere: Die anderen rangieren irgendwo dazwischen. Je nachdem ist die Übereinstimmung mit der Realität im Großsignalbereich oder eben abseits der Vorzugsfrequenzen größer.



Jede Fensterfunktion (außer Rechteck natürlich) verzerrt das Spektralbild. Wenn Sie z. B. das Spektrum eines 1 kHz-Tones ohne Fenster ansehen, ist die Spektrallinie bei 1000 Hz schmaler und höher, als mit Fenster (ragt aber nicht so weit aus dem "Rauschteppich" heraus, wie z. B. mit HANNING gefenstert).

Das ist wichtig zu wissen, denn nur bei RECHTECK können Sie den Werten an den Pegelspitzen glauben.


Übrigens hat das Fenstern hier nichts mit der Übung mit der Leiter zu tun ... Aber die heißt wohl "Fensterln" ... &-)



3.4 Logarithmische Pegelangaben


Sowohl in der Nieder- als auch in der Hochfrequenztechnik wird oft von Pegelangaben Gebrauch gemacht. Pegelangabe heißt hier zunächst mal, daß es sich um eine dimensionslose Vergleichsangabe handelt.


Eine aktuell betrachtete Größe wird in ihrem Verhältnis zu einer Vergleichsgröße angegeben, aber nicht direkt als Verhältniszahl (bspw. 0,5), sondern als Logarithmus des Verhältnisses. Je nachdem, welche Basis für die Logarithmierung Verwendung findet, erhält man die allseits bekannten Dezibel-Angaben (lg, dekadischer Logarithmus) oder die höchst ungebräuchliche Angabe in Neper (ln, natürlicher Logarithmus) - letzteres betrachten auch wir nicht weiter.


Daß bei Pegeln nach der Zahl "dB" steht, sollte nicht zu der falschen Annahme verleiten, B wäre eine Maßeinheit. Das kleine "d" steht zwar - wie bei Maßeinheiten üblich - für "Dezi", also "zehnter Teil", Bel ist aber keinesfalls mit Volt oder Watt etc. vergleichbar.

"+1B" bedeutet, daß etwas zehnmal größer, "-1B", daß etwas zehnmal kleiner als der Bezugswert ist.

Um möglichst nur mit Vorkommastellen rechnen zu müssen, hat man sich schnell auf das Dezi-Bel (0,1 B) geeinigt. Ins Verhältnis gesetzt werden die Leistungen des betrachteten und des Bezugs-Signals:


Pegel [in dB] = 10 * lg (P1 / P0).


Die meisten Pegelangaben basieren auf Spannungs- und nicht auf Leistungsmessungen. Konstante und gleich große Widerstände, an denen die Leistungen umgesetzt werden, vorausgesetzt nutzt man die Proportionalität der Leistung zum Quadrat der an diesen Widerständen abfallenden Spannung (P ~ U^2):


Pegel [in dB] = 20 * lg (U1 / U0).


Mit dB-Werten läßt es sich ganz toll rechnen, wenn ein Signal auf seinem Weg durch Verstärker, Filter etc. verfolgt wird - problematisch wird's, wenn zwei oder mehr Signale addiert werden sollen.

Lägen die Spannungswerte direkt vor, wär's trivial. Aber hat man die dB-Werte, müßte man erst mal die Spannungen ausrechnen (U1 = 10^(Pegel_1/20) * U0, U2 = 10^(Pegel_2/20) * U0), dann addieren und den neuen dB-Wert errechnen (Pegel_neu = 20 * lg ((U1+U2)/U0) ) - nicht mehr ganz so einfach, nicht?

So kommt eben heraus, daß Null plus Null Sechs ergibt. Nein? Doch! Aber nur, wenn Signale addiert werden und der Gesamtpegel gesucht ist:


0 dB + 0 dB = +6 dB


Oder ein anderes schauderhaftes, aber trotzdem wahres Beispiel:


-6 dB + -6 dB = 0 dB.


Beim Zusammenschalten mehrerer Funktionsgeneratoren sind solche Rechnungen nötig, um eine Übersteuerung zu vermeiden. Keine Angst: Auf Knopfdruck erledigt Hertz~Ware das für Sie &-).


In jedem Falle ist bei Unklarheiten zu diesem Thema ein Blick in die Bücher (siehe "Literatur") zu empfehlen ...



4 Programm-Funktionen


Es ist gar nicht so leicht, ein solches Mehrzweckprogramm wie den NF-MESSPLATZ übersichtlich zu gestalten! Tastaturkürzel (Shortcuts), mit denen man die einzelnen Funktionen direkt erreichen kann, muß man sich merken oder das Handbuch ständig bereit haben, wenn's geht mit der richtigen Seite ... Alles Dinge, die von der eigentlichen Arbeit bzw. dem Spaß ablenken und extrem aufhalten!


Wie Sie mittels Menüs, Shortcuts und Funktionstasten die einzelnen Programmfunktionen aufrufen und nutzen, wie Dialogboxen und GEM-Fenster zu handhaben sind, prägt sich im allgemeinen recht schnell ein. Wenn Sie die Einleitung gelesen haben, ist Ihnen die Programmstruktur geläufig und die in den Menüs verwendeten Begriffe nicht mehr unbekannt.



4.1 Das Hertz~Ware-Menü


Sofern die Menüs in einem Fenster dargestellt werden, tauchen an ihrem linken Ende Pfeil-Felder auf, mit deren Hilfe sie verschoben werden können, falls nicht alles dargestellt werden kann.


Die Menüs im Programm Hertz~Ware sehen mitunter etwas ungewohnt aus. An den Stellen, wo zwischen den Menüpunkten Trennstriche gezogen sind und bei den abgeschalteten Einträgen erscheint der Rand nicht schwarz, sondern grau. Leider verhindert ein Fehler im TOS 4.0x, daß die Menüs bei gewohnter Gestaltung in Fenstern richtig behandelt werden, so daß dieses eigenartige Aussehen für eine korrekte Funktion der Fenstermenüs nötig ist. Auch das Hauptmenü - da es ja auch im Desktop-Fenster auftauchen kann - muß so aussehen.


Hauptmenü und Fenstermenüs sind sog. Pull- bzw. Dropdown-Menüs, was bedeutet, daß sie herunterklappen, wenn der Mauszeiger drüberfährt oder draufgeklickt wird. Daneben werden in Hertz~Ware auch PopUp-Menüs benutzt, die "aufspringen", wenn mit dem Mauszeiger in den Darstellungsbereich mancher Fenster geklickt wird. Diese PopUps sind hier nicht mit angeführt, sondern bei "ihren" Fenstern beschrieben.



4.1.1 Hauptmenü


Das Hauptmenü taucht entweder am Platz der GEM-Menüzeile oder im Desktopfenster, sofern das eingestellt ist, auf.


• MESSPLATZ


- über MESSPLATZ

Es erscheint ein Dialog, aus dem die Versionsnummer des Programms hervorgeht.


• Datei


- Öffnen

Ein selektiertes Objekt (Generator-/Empfänger-Icon) wird geöffnet, d. h. sein Parameter-Dialog erscheint.


- Schließen

Das oberste Fenster wird geschlossen.


- Info ...

Zum selektierten Objekt werden nähere Informationen - sofern verfügbar - angezeigt.


- Hilfe ...

Zum obersten Fenster/selektierten Objekt wird ein Hilfe-Text angezeigt. Wenn der ST-GUIDE installiert ist, wird dazu dieser Hypertext benutzt. Ist ST-GUIDE nicht verfügbar, gibt es nur an einigen Stellen knappe Hilfen.


- Anwend./Stand.-DSP-Prg. st. (siehe "Externe DSP-Programme")


- Beenden

Hertz~Ware wird beendet. Je nach Einstellung werden in der Datei NFMP.INF die aktuellen Einstellungen abgespeichert oder nicht.


• Bearbeiten


- Sender öffnen

Das Senderfenster (siehe "Funktionsgeneratoren") erscheint.


- Empfänger öffnen

Das Empfängerfenster (siehe "Echtzeitanzeigen") erscheint.


- Ein/Aus öffnen (siehe "Signalwege einstellen")


- Aufzeichnen (siehe "Aufzeichnung")


- MLS-Analyse


- MLS-Analyse mit Sync.


- MLS nur senden


- MLS nur empfangen


- FFT linker Kanal


- FFT rechter Kanal


- FFT beide Kanäle


- RTA (siehe "Echtzeit-FFT")


- Fenster wechseln

Das bisherige unterste Fenster kommt nach oben. Ein eventuell geöffnetes Hilfe-Fenster wird in den Zyklus mit einbezogen.

Fenster von Accessories oder Applikationen, die mit dem AV-Protokoll nichts anfangen können (wie z. B. ATARIs XCONTROL), werden dagegen nicht mit einbezogen.


• Optionen


- Einstellungen ... (siehe "Allgemeine Einstellungen")


- Farben


- Eingänge kalibrieren


- MLS-Parameter


- FFT-Parameter


- Aufzeichnungsparameter


- Einstellungen laden


- Einstellungen sichern




4.1.2 Fenstermenüs


Menü im Aufzeichnungsfenster


• Info ...

Zum Fensterinhalt werden nähere Informationen angezeigt.


• Laden


• Druck


- Drucken (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


- Aufnahme laden (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


- *.RAW-Datei (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


- *.DVS-Datei (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


• Speichern


- Aufnahme speichern (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


- *.RAW-Datei (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


- *.DVS-Datei (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


• Abspielen


- Aufnahme abspielen (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


- *.RAW-Datei (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


- *.DVS-Datei (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


- zyklisch abspielen (siehe "Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster")


• Bearbeiten


- Auswerten


- Mark. 512 (siehe "MLS-Analyse")


- Mark. 1024 (siehe "MLS-Analyse")


- 2^n (siehe "MLS-Analyse")



Menü im MLS-Fenster


• Info ...

Zum Fensterinhalt werden nähere Informationen angezeigt.


• Druck


• Laden


- linker Kanal (siehe "Dateiarbeit im MLS-Fenster")


- rechter Kanal (siehe "Dateiarbeit im MLS-Fenster")


- Überlagern (siehe "Dateiarbeit im MLS-Fenster")


• Speichern


- linker Kanal (siehe "Dateiarbeit im MLS-Fenster")


- rechter Kanal (siehe "Dateiarbeit im MLS-Fenster")


• Bearbeiten


- Mark. 512 (siehe "MLS-Analyse")


- Mark. 1024 (siehe "MLS-Analyse")


- 2^n (siehe "MLS-Analyse")



Menü im FFT-Fenster


• Info ...

Zum Fensterinhalt werden nähere Informationen angezeigt.


• Druck


• Laden


- linker Kanal (siehe "Spektren laden/speichern")


- rechter Kanal (siehe "Spektren laden/speichern")


- Überlagern (siehe "Spektren laden/speichern")


• Speichern


- linker Kanal (siehe "Spektren laden/speichern")


- rechter Kanal (siehe "Spektren laden/speichern")


- ASCII (siehe "Spektren laden/speichern")




4.2 Bedienelemente


Menüs, Shortcuts und Funktionstasten


Fast jede Funktion ist mit Hilfe der Maus im Menü aufrufbar. Viele der Menü-Einträge enthalten am Ende ein Tastatur-Kürzel, das den Aufruf der entsprechenden Funktion ohne Maus ermöglicht. Diese Kürzel sind so zu übersetzen: "^T" heißt, daß die <Control>-Taste gedrückt gehalten wird und dann die Taste <T> gedrückt wird. Analog bedeutet das eigenartige Grafikzeichen, das ich in diesem Text leider nicht darstellen kann, daß die <Alternate>-Taste zu halten und dann die Buchstaben-Taste zu drücken ist.


Die wichtigsten Funktionen sind über die Funktionstasten erreichbar. Welche Funktion von welcher Fkt.-Taste angesprochen wird, sehen Sie im unteren Teil des programmeigenen Desktops, wo sich die Fkt.-Tastenleiste befindet. In dieser Leiste können Sie die Funktion auch per Mausklick in die dargestellte Fkt.-Taste aufrufen.


Einige Fenster verfügen über eine eigene kontextbezogene Menüzeile. Die in diesen Menüzeilen angebotenen Funktionen können nur aufgerufen werden, wenn das dazugehörige Fenster oben liegt.


Dialogboxen


Die Dialoge sind fast durchgängig (außer Alertboxen) als sogenannte nichtmodale Dialoge gehalten. Das hat den Vorteil, daß das Programm bedienbar bleibt, auch wenn der Dialog noch nicht wieder geschlossen wurde. Wenn der NF-MESSPLATZ in einer Multitasking-Umgebung betrieben wird, würden modale Dialoge Ausgaben anderer Tasks blockieren, so ist dies nicht der Fall. Modale Dialoge sind die Alertboxen.


Eingaben in Editierfelder der Dialogboxen können sowohl über die Alpha- als auch über die Zehner-Tastatur gemacht werden. Ein Strichcursor zeigt die aktuelle Eingabeposition. Seine Position kann mit der Maus durch Klick in das entsprechende Eingabefeld gesetzt werden, darüber hinaus mit den Pfeiltasten:


Pfeil links/rechts: Der Cursor wird zeichenweise verschoben.


Pfeil hoch/runter: Der Cursor wird ans Ende des vorigen/nächsten Eingabefeldes gesetzt.


<Shift> + Pfeil links/rechts: Der Cursor wird an den Anfang/das Ende des Feldes gesetzt.


<Shift> + Pfeil hoch/runter: Der Cursor wird ans Ende des ersten/letzten Eingabefeldes gesetzt.



Die meisten Dialoge sind mit einem "Abbruch"-Knopf versehen, bei dessen Betätigung der Dialog ohne Übernahme der Änderungen geschlossen wird. Der "OK"-Knopf schließt dagegen den Dialog mit Übernahme der Änderungen ab. Manche Dialoge sind mit sogenannten Radiobuttons gestaltet, die eine "1 aus n"-Auswahl vornehmen. Ist nur diese eine Auswahl Inhalt des Dialoges, wird nach Betätigen eines Radiobuttons der Dialog mit Übernahme abgeschlossen.


Fenster


Die im Programm verwendeten Fenster sind vom Betriebssystem erzeugt und enthalten einige oder alle der von GEM zur Verfügung gestellten Bedienelemente. Ihre Handhabung wird als bekannt angenommen.


Neben der Bedienbarkeit mit der Maus gelten allgemein für das oberste Fenster einige Tastatur-Befehle für die Fensterbedienung:


<Control>+<U>: Das Fenster wird geschlossen.


Pfeil nach links/rechts/oben/unten: Wenn die entsprechenden Scrollbalken an dem jeweiligen Fenster vorhanden sind, wirkt dies wie ein Mausklick auf die Pfeilfelder.


<Shift> Pfeil nach links/rechts/oben/unten: Dies bewirkt ein seitenweises Blättern bzw. entspricht einem Mausklick in den grauen Bereich neben einem Slider.



Der Fensterinhalt ist bei den "Grafik"-Fenstern farblich so gestaltet, daß vier Dinge unterschieden werden


• Hintergrund


• Hilfslinien


• Beschriftung


• darzustellender Inhalt



Außer der Beschriftung - die ist immer schwarz - können sie die farbliche Gestaltung ihrem Geschmack nach verändern ("Optionen" - "Farben"). Manchmal ist es nicht nur eine Geschmacksfrage. Wenn z. B. die Hilfslinien diesen Namen nicht verdienen und mehr stören, stellen Sie sie im "Farben"-Dialog auf die gleiche Farbe, wie den Hintergrund - weg sind sie.


Desktop-Fenster


Eine Ausnahme bildet das Desktop-Fenster, das - sofern die Einstellungen so vorgenommen wurden - den Desktop mit dem Hauptmenü aufnimmt.


Wenn Hertz~Ware in einer Multitasking-Umgebung läuft, ist es sinnvoll, die Fensteroption für den Desktop zu nutzen. Das Desktop-Fenster läßt sich verschieben, vergrößern/verkleinern, auf volle Größe bringen etc., wird aber beim Blättern durch die offenen Fenster ("Fenster wechseln") nicht berücksichtigt.


Wenn das Desktop-Fenster geschlossen wird, wird Hertz~Ware beendet. Aus diesem Grunde sind bei oben liegendem Desktop-Fenster der Shortcut ^U und die Funktionstaste F3 ("Schliessen") abgeschaltet, um ein unbeabsichtigtes Programmende zu vermeiden. Über den Schließknopf (Closer) läßt sich das Desktop-Fenster aber nach wie vor schließen!


Liegt das Desktop-Fenster im Hintergrund, so ist das Menü trotzdem über die Tastatur (Shortcuts und Funktionstasten) ansprechbar.



4.3 Signalwege einstellen


Das Soundsubsystem des ATARI Falcon030 erlaubt eine ganze Menge verschiedener Einstellungen, deren Vielzahl es ermöglicht, ganz unterschiedliche Einsatzfälle zu meistern - aber zuerst einmal ist diese Vielzahl nichts weiter als verwirrend. Eine Aufgabe, die in jedem Falle vom Anwender bewältigt werden muß, ist die Auswahl der Signalwege.


Betrachten wir den Falcon030 als "Blackbox" - also ohne das Innenleben zu berücksichtigen - so können analoge Signalquellen an den Mikrophoneingang angeschlossen werden. An den Kopfhörerausgang lassen sich Senken (Empfänger) für analoge Signale anschalten. So weit - so gut.


Das ist aber leider nicht alles, denn am DSP-Connector sind digitale Signalquellen und -senken anschließbar. Und dessen nicht genug ist durch das Anstöpseln der Geräte noch lange nicht geregelt, wie die Signale von den Eingängen zu den Ausgängen - wenn überhaupt! - gelangen.


Wie die Signale nun innerhalb des Rechners gehandhabt werden, kann in dem Dialog "Soundsubsystem 1" festgelegt werden. Der läßt sich entweder aus dem "Bearbeiten"-Menü mit "Soundsubsystem", mit dem Shortcut <^X> oder mit der Funktionstaste F7 ("MUX") aufrufen.


Allerdings werden die internen AD-/DA-Wandler des Falcon030 - obwohl Bestandteil des Soundsubsystems - nicht an dieser Stelle eingestellt. Sie werden überhaupt nicht von Hertz~Ware bedient, sondern müssen über die üblicherweise dafür verwendeten Kontrollfeld-Module (CPX) behandelt werden. Das trifft genauso auf den eingebauten Lautsprecher zu.


Natürlich werden von außen an den Rechner angeschlossene analoge Signale nicht in ihrer analogen Form vom Programm verarbeitet. Nach der AD-Wandlung werden im Soundsubsystem ausschließlich digitale Signale ver- und bearbeitet. Mittelpunkt des Soundsubsystems ist die Soundmatrix, mit deren Hilfe über das Woher und Wohin der Signale entschieden wird. Der mittlere Bereich der Dialogbox bildet ein Schaltfeld für die Einstellung der Soundmatrix. Die Signale kommen "von links" in die Matrix, werden dort zugeordnet und verlassen sie in dieser Darstellung "nach oben".


An der linken Seite sind also die möglichen Signalquellen angeordnet:


ADC - Die internen AD-Wandler: Dies ist das Signal, das in analoger Form am Mikrophoneingang anliegt - jetzt digital.


DMA - DMA-Wiedergabe: Im Speicher abgelegte Samples werden im eingestellten Takt an dieser Stelle auf die Matrix geführt.


DSP - DSP-Ausgang: Der DSP im Falcon030 kann empfangene Signale be- bzw. verarbeiten oder eben auch synthetisieren.


EXT - Externer Eingang: Wenn bspw. DAT-Recorder oder CD-Player über ein S/P DIF oder externe AD-Wandler an den DSP-Connector angeschlossen sind, taucht deren Signal an dieser Stelle auf.



An der Oberseite der Darstellung verlassen die Signale die Matrix zu den verschiedenen Senken:


DAC - Die internen DA-Wandler: Das Signal wird von hier aus zu den internen DA-Wandlern geführt und kann am Kopfhörer-Ausgang abgenommen werden.


DMA - DMA-Aufnahme: Über diesen Ausgang werden die Samples in den (an anderer Stelle im Programm angelegten) DMA-Puffer geschrieben.


DSP - DSP-Eingang: Der DSP erhält über diesen Weg Signale zur Be- und Verarbeitung.


EXT - Externer Ausgang: An den DSP-Connector über ein S/P DIF angeschlossene DAT-Recorder oder externe DA-Wandler beziehen hierher ihr Signal.



Welcher Eingang und welcher Ausgang miteinander verbunden sind, zeigen die sechzehn Felder der Matrix. Dort, wo die Felder aktiv (schwarz) sind, sind Eingang dieser Zeile und Ausgang dieser Spalte verbunden.


Jeder Eingang kann gleichzeitig einem oder mehreren Ausgängen zugeordnet werden, aber die Ausgänge können gleichzeitig jeweils immer nur mit einem Eingang verbunden sein (Das wird im Programm automatisch berücksichtigt).


Über den Button "Weitere Einstellungen" wird der Dialog "Soundsubsystem 2 (siehe "Soundparameter einstellen")" aufgerufen.



4.4 Soundparameter einstellen


Um diesen Dialog aufrufen zu können, muß im Dialog "Soundsubsystem 1 (siehe "Signalwege einstellen")" der Button "Weitere Einstellungen" oder <Alt>-E betätigt werden. Die hier möglichen Einstellungen erfordern zum Teil eine sehr genaue Kenntnis des Falcon-Soundsubsystems. Aber keine Angst: Wenn's heißt "Rien ne va plus - Nichts geht mehr!", gibt es die "Reue-Taste" - "Reset Soundsystem", die bewirkt, daß alle Parameter (mit Ausnahme der Eingangsverstärkung und der Ausgangsdämpfung, die im Sound-CPX eingestellt werden können) auf Standardwerte gesetzt werden.


"Codec Clock" erlaubt Ihnen die Auswahl des Taktgebers. Das Falcon-Soundsubsystem kann intern mit zwei verschiedenen Taktfrequenzen versorgt werden (25,175 MHz bzw. 32 MHz). Die ATARI-Entwickler-Dokumentation verrät, daß nur der 25,175 MHz-Takt für den Codec herangezogen werden kann; deshalb ist die Auswahl "32 MHz" abgeschaltet.

Daneben ("Sampling Rate") kann die Abtastrate, mit der das Soundsubsystem bei interner Takterzeugung betrieben wird, eingestellt werden. Die Abtastraten-Einstellung bei Verwendung externer Taktgeber wird von der Hardware vorgegeben (z. B. Schalter am S/P DIF) bzw. die Einstellung erfolgt über PSICTRL.CPX, wenn Sie das AUTO-Ordnerprogramm PSIDRIVE.PRG installiert haben.

Sofern FDI_INIT.PRG bzw. MATRIX.PRG im AUTO-Ordner liegt, sind die Abtastraten bei externer Taktversorgung im linken Teil des Dialogs einstellbar.


Bitte beachten Sie folgendes: Hertz~Ware hat keine Möglichkeit, einen Wechsel der extern erzeugten Taktfrequenz festzustellen! Sofern Hertz~Ware schon auf externe Taktversorgung umgeschaltet ist und Sie per CPX oder an der Hardware direkt später die Taktfrequenz umstellen, stimmen die Zeit- und Frequenzangaben in vielen Fenstern (Oszi, Aufzeichnung, FFT, ...) nicht mehr. Schalten Sie einfach kurz auf intern (25 MHz) und wieder auf extern, Hertz~Ware kennt dann die neue Abtastfrequenz.


Und noch etwas müssen Sie unbedingt beachten!!! Wenn auf externe Taktquelle umgestellt ist und kein Takt am DSP-Port anliegt, dürfen Sie auf keinen Fall die Oszilloskop-Funktion oder den Korrelator einschalten, das bringt den Rechner zum Absturz.

Alle anderen taktabhängigen Sachen funktionieren in diesem Fall nur einfach nicht. Sorgen Sie dafür, daß am DSP-Port wieder ein Takt anliegt, und alles geht wie gewohnt weiter. Meistens läßt sich sogar der abgestürzte Rechner so "wiederbeleben".


An den internen DA-Wandler, der den Kopfhörerausgang des Falcon versorgt, ist nicht nur der Matrix-Ausgang "DAC" angeschlossen. Vor der DA-Wandlung kann das Matrix-Signal mit dem, was aus dem AD-Wandler kommt, digital summiert (siehe "Soundsubsystem") werden.

Unter "ADDER Input" entscheiden Sie, ob das ADC-Signal direkt und/oder das Signal vom DAC-Ausgang der Matrix (oder eben gar nichts) auf den Addierer und damit auf den DAC geschaltet werden. Standardmäßig ist nur der Matrixausgang aufgeschaltet und eigentlich muß man davon gar nicht abweichen.


"Reset ADC" beseitigt Probleme, die auftreten, wenn sich der interne AD-Wandler "verschluckt" hat. Er wird zurückgesetzt und die Überlaufbits werden gelöscht. Die anderen Parameter des Soundsubsystems werden nicht verändert.


Wie unter "Soundsubsystem" beschrieben können Sie mit "ADC Input" einstellen, ob das Mikrophonverstärker- oder das PSG-Signal an den Analog-Eingang des AD-Wandlers angelegt wird (für links und rechts getrennt).


Die XBIOS-Routinen erlauben Einstellungen für das Sampleformat mit 8 und 16 Bit in Mono und Stereo, aber durchgängig über alle Komponenten des Soundsubsystems ist eben nur 16 Bit Stereo verfügbar. Deshalb berücksichtigt das Programm erst gar nichts anderes. Im Soundsubsystem können 1 - 4 Stereo-Spuren verarbeitet werden.

Zur Zeit ist Hertz~Ware dafür ausgelegt, eine Stereo-Spur zu verarbeiten, auch, wenn über den DSP-Port mehrere Stereo-Spuren möglich wären. An einigen Stellen ist mehr vorgesehen (und vorbereitet), aber abgeschaltet, bis der Bedarf dafür da ist.


Im rechten Teil des Dialogs ist - getrennt für Aufnahme und Wiedergabe (bezogen auf den DMA-Puffer) - die Spuranzahl einstellbar. Die Einstellung "Monitor" entscheidet, welche der 4 Stereo-Spuren auf die internen Wandler (der ja nur einmal Stereo kann) geleitet wird. Lassen Sie zunächst alle diese Einstellungen auf 1, denn bisher ist im Programm nur die Verarbeitung einer Stereospur (oder eben zweier Einzelspuren) realisiert. Andere Einstellungen an dieser Stelle verursachen möglicherweise Effekte, die Sie nicht beabsichtigt haben ...



4.5 Echtzeitanzeigen


Diese zeigen unmittelbar das Geschehen am Eingang an. Dazu ist es nötig, den gewählten Eingang (ADC bzw. EXTERN) in der Soundmatrix auf DMA zu führen. Dazu müssen Sie nicht extra die Soundmatrix anzeigen lassen und einstellen. Beim Öffnen des Oszilloskops, Korrelators oder Effektivwert-Anzeigers wird per Alertbox zwischen intern und extern gewählt. Das läßt sich in "Einstellungen" abstellen und "fest verdrahten", so daß man nicht von der ständig auftauchenden Abfrage belästigt wird.


Die Anzeigefunktionen lassen sich durch Mausklick (linke Taste) in das "Empfänger"-Fenster (rechte Hälfte) auslösen. Dabei wird der Benutzer mit PopUp-Menüs geführt. Das "Empfänger"-Fenster läßt sich mit dem entsprechenden Punkt im Menü "Bearbeiten" öffnen.


Für ein in Betrieb befindliches Oszilloskop lassen sich einige Parameter einstellen.


Es handelt sich natürlich nur um Quasi-Echtzeitanzeigen, denn die Zeit für Berechnungen ist größer 0. Deshalb hängt die "Flüssigkeit" der Anzeige von den Bildschirm-Einstellungen und der Anzahl eingeschalteter Echtzeitanzeigen ab. Damit das Programm nicht in Timerinterrupts hängenbleibt, können gleichzeitig nur 2 Echtzeitanzeigen betrieben werden. Wenn eine Echtzeitanzeige eingeschaltet ist und die Hardware es zuläßt, werden 50 Bilder je Sekunde angezeigt. Ohne Grafikkarte und wenn das Programm im ST-RAM läuft, ist die Anzahl mit größerer Farbtiefe geringer.


Die Icons im linken Fensterteil deuten an, daß hier die Eingänge - also wo das anzuzeigende Signal herkommt - eingestellt werden.

Bei einem Einfachklick (links) in diesen Fensterbereich taucht ein PopUp-Menü auf, das diese Auswahl ermöglicht. Hier können Sie als Signalquelle die internen bzw. externen AD-Wandler benutzen. Für spätere Versionen ist hier schon die Auswahl der (Stereo-)Spur vorgesehen, aber bis dahin abgeschaltet.

Genau genommen kann man auch ein im DSP synthetisiertes Signal zur Anzeige bringen. Da dies ein verhältnismäßig seltener Fall ist, benutzen Sie dann nicht das hiesige PopUp-Menü, sondern die Soundmatrix und verbinden am Eingang der Matrix DSP mit DMA am Ausgang (Ausnahme: Effektivwertanzeige: DSP -> DSP).


Ein Doppelklick in den linken Fensterteil öffnet den Dialog "Soundsubsystem 1 (siehe "Soundparameter einstellen")".


In der Demo-Version funktionieren die Echtzeitanzeigen nur eine bestimmte Zeit (ca. 30 - 40 Sekunden), danach erscheint eine Meldung, daß die Funktion nicht in der Demo-Version verfügbar ist. Die entsprechende Anzeige wird ab jetzt nicht mehr aktualisiert. Um die Funktion wieder nutzbar zu machen, muß das Programm neu gestartet werden.



4.5.1 Oszilloskop


Es funktioniert fast wie ein herkömmliches Zweikanal-Oszilloskop. Im Parameterdialog (linker Fensterbereich) lassen sich Zeitbasis (Zoom), Triggerschwelle und -flanke einstellen.


Das Echtzeit-Oszilloskop stellt die Signale in gewohnter Art und Weise dar. Allerdings ist durch das Darstellungsprinzip bei hohen Anstiegsgeschwindigkeiten keine durchgehende Linie im Oszillogramm zu sehen, sondern nur einzelne Punkte. Das erschwert zweifelsohne die Beurteilung des Signals, erlaubt aber durchaus, den Spannungsverlauf am Eingang einzuschätzen. Für die genauere Analyse empfiehlt es sich, den Programmpunkt "Aufzeichnung" zu nutzen. Hier kann man periodische und aperiodische Signale recht komfortabel vermessen.


Parameter


Es lassen sich einstellen:


• Die Zeitbasis (in Schritten und recht engen Grenzen),


• die Triggerflanke,


• der Triggerpegel und


• der Kanal (links oder rechts), der getriggert wird.



Triggerpegel und -kanal werden durch Klicken auf die Schiebesteller bzw. Schieben derselben eingestellt. Klicken Sie auf den oberen Schieber, liefert der linke Kanal das Triggerereignis, der untere analog für rechts. Der Schieberknopf des abgeschalteten Kanals ist grau dargestellt. Klicken Sie darauf bzw. auf die Bahn, wird zunächst nur der Kanal umgeschaltet. Erst mit dem nächsten Klick können Sie den Triggerpegel einstellen (wie für die Schiebesteller (siehe "Einstellungen der Generatoren") der Generator-Parameter beschrieben).


Die Einstellungen werden sofort übernommen.



4.5.2 Korrelator


Es ist kein richtiger Korrelator, aber für eine Übersichtsbeurteilung gut geeignet, genau so, wie oft Oszilloskope genutzt werden, um Stereo-Signale zu bewerten.


Diese Anzeige funktioniert so: Das Signal des rechten Kanals sorgt für eine Auslenkung entlang einer mit 45 Grad geneigten Geraden "links-unten nach rechts-oben". Entsprechend lenkt das Signal des linken Kanals "rechts-unten nach links-oben" aus. Das ergibt bei einem Mono-Signal einen senkrechten Strich, dessen Länge der Amplitude entspricht. Bei Stereosignalen wird der Strich zur mehr oder weniger breiten Wolke und man kann das Summensignal (senkrechte Auslenkung) und das Seitensignal (waagerechte Auslenkung) beurteilen.


Auch der Korrelator zeichnet nur Punkte und keine durchgehenden Linien, eignet sich aber hervorragend, zu entscheiden, ob an einem Stereoeingang ein Mono- oder ein Stereo-Signal anliegt.


Inwieweit sich diese Anzeige im alltäglichen Studiobetrieb dazu eignet, die Monokompatibilität eines Stereosignals festzustellen, möchte bitte jemand entscheiden, der da mehr Erfahrung als ich hat. Meinungen bitte an den Autor.



4.5.3 Effektivwert


Mittels DSP wird aus den Eingangswerten der Effektivwert über eine bestimmte Zeitspanne hinweg durch Integration der quadrierten Eingangswerte gebildet. Der laufende Effektivwert wird je für links und rechts angezeigt.


Was ist eigentlich der Effektivwert?


Der Energiegehalt einer Wechselspannung hängt weniger von der Frequenz als vielmehr vom Signalverlauf ("Wellenform") ab. Bei gleicher Amplitude bzw. Spitze-Spitze-Spannung hat bspw. eine Rechteckschwingung doppelt so viel Energie wie eine Dreieckschwingung. Die Sinusschwingung rangiert dazwischen mit 0,707 vom Rechteck-Wert.


Wie kann man denn nun Spannungsmessungen miteinander vergleichen bei unterschiedlicher Signalform? Man kann zwei Meßwerte angeben:


Spitze-Spitze-Werte: Das ist die Differenz zwischen kleinstem und größtem Signalwert.


Effektivwerte: Der Effektivwert ist der Wert eines "Gleichsignals" (konstante(r) Spannung/Strom) mit dem gleichen Energiegehalt wie der betrachtete Signalverlauf bei gleicher Meßumgebung. Bei einer Sinusspannung mit 2,828 V Spitze-Spitze-Spannung wäre das eine Gleichspannung von 1 V.



Achtung: Die meisten elektromechanischen Zeigerinstrumente sind auf sinusförmige Signale in einem bestimmten Frequenzbereich mit ihren Effektivwert-Angaben geeicht. Für andere Signalformen stimmen die angezeigten Effektivwerte nicht!


Viele moderne elektronische Digitalmultimeter errechnen den Effektivwert unabhängig von Frequenz und Signalform. So macht es auch Hertz~Ware. Beachten Sie, daß bei Hertz~Ware ein evtl. vorhandener Gleichanteil im Signal bei der Effektivwert-Berechnung mit berücksichtigt wird (AD-Wandler-Offset!).



4.5.4 Spitzenwert


Hertz~Ware ermittelt den Spitzenwert als betragsmäßig größten Wert. Die Zeiger-Balken der Spitzenwertanzeige haben eine einstellbare Abklingzeit, d. h. wenn das Signal schlagartig verstummt, sinkt die Anzeige mehr oder weniger langsam auf Null. Die Abkling-Einstellung nehmen Sie bitte analog der Schiebesteller-Handhabung (siehe "Einstellungen der Generatoren") bei Frequenz- bzw. Pegeleinstellung im rechten Teil des Dialogfensters vor.


Über den Anzeige-Balken sehen Sie für jeden Kanal eine blaue (bei s/w-Einstellung weiße) Marke, die den Maximalwert seit dem letzten Löschen angibt. Das Löschen erfolgt durch Klick auf den "L"-Button ("Max. löschen") oder die Tastenkombination <Alt>-L im Spitzenwertdialog.

Im Gegensatz zur laufenden Anzeige, die nur in bestimmten Zeitabständen aktualisiert wird, werden die Maximalwerte lückenlos aktualisiert, so daß die blauen Marken sicher darüber Aufschluß geben, ob z. B. eine Übersteuerung vorlag.



4.6 Funktionsgeneratoren


Der DSP eignet sich nicht nur dazu, Eingangswerte zu verarbeiten, sondern kann auch hervorragend Signale synthetisieren.


Die Generatoren (bis zu 3, deren Output addiert wird) lassen sich im "Sender"-Fenster ein- und ausschalten (Mausklick in die linke Hälfte). Der Benutzer wird dabei mit PopUp-Menüs geführt. Ist ein Generator eingeschaltet, erscheint ein Icon mit dem Bild der Schwingungsform und der Bezeichnung der Schwingungsform als Unterschrift.

Das "Sender"-Fenster läßt sich mit dem entsprechenden Punkt im Menü "Bearbeiten" öffnen.


Man kann die einzelnen Generatoren auf eine andere Schwingungsform umschalten. Dazu wird das entsprechende Generator-Icon im "Sender"-Fenster markiert (einmal mit der Maus angeklickt), und nach einem weiteren Klick erscheint ein PopUp-Menü, in dem man dann "Gen. Typ ändern" wählt. Entsprechend kann man mit den anderen Funktionen dieses PopUp-Menüs den Generator abschalten bzw. den Parameter-Dialog (siehe "Einstellungen der Generatoren") öffnen.


Wenn Sie beim Mausklick auf die Generator-Icons die Shift-Taste gedrückt halten, können Sie mehrere Generatoren in gewohnter Weise selektieren. Das ist praktisch, um bspw. mehrere Generatoren auf einmal abzuschalten. Apropos Abschalten: Ziehen Sie ein (oder mehr) Generator-Icon(s) auf das Papierkorb-Icon: Und Sie haben eine weitere Möglichkeit zum Abschalten entdeckt.


Ein Doppelklick auf ein Generator-Icon öffnet den Parameter-Dialog (siehe "Einstellungen der Generatoren"). Läuft allerdings eine Echtzeitanzeige, so hat man seine liebe Müh' mit dem Doppelklick. Es ist dann wohl günstiger, den Parameterdialog über das PopUp-Menü (ein Icon selektieren und im PopUp "Parameter") aufzurufen.



Einstellungen der Generatoren


Der Parameterdialog gliedert sich in 3 Sektionen für die einzelnen Generatoren, die Einstellung für die automatische Normierung und einen Hilfe-Knopf, mit dem Sie auf diese Seite gelangen.


Die Einstellungen für die Generatoren werden echtzeitmäßig übernommen. Um exakte Frequenz- und Pegelwerte einstellen zu können, sind zusätzlich zu den Schiebern Eingabefelder (s. Dialogboxen) vorhanden, deren Werte übernommen werden, wenn der Cursor das Feld verläßt oder der Parameterdialog geschlossen wird. Allerdings werden Änderungen, die in ein Editierfeld eingetragen, aber noch nicht wirksam sind, am Programmende nicht mit abgespeichert, wenn Hertz~Ware bei offenem Parameterdialog beendet wird.


Pegel- und Frequenzwerte stellen Sie auf einem von drei Wegen ein:


Klick auf die Pfeilfelder: Die Frequenzwerte werden um 10 Hz, die Pegelwerte um 1 dB in der Pfeilrichtung geändert. Wird beim Klick die Shift-Taste gehalten, ändert sich die Frequenz um 100 Hz, der Pegel um 10 dB. Damit nicht genug: Bei gleichzeitig gehaltenen <Shift>- und <Alternate>-Tasten ändert sich die Frequenz in Tausender-Sprüngen.


Klick auf Schiebestellerbahn: Das befördert den Schieber an die angeklickte Stelle und setzt den dazugehörigen Frequenz- bzw. Pegelwert. Bei den Pegelstellern kann man mit gedrückter Shift-Taste linken und rechten Kanal gemeinsam verstellen.


"Anfassen" und Ziehen der Schieber auf die Zielposition: Mauscursor auf den Schieberknopf bringen, linke Maustaste drücken und halten (Cursor wird zur Hand), das Ganze an die gewünschte Stelle ziehen und loslassen - wie es bekannt ist.

Wird zusätzlich die Shift-Taste gedrückt gehalten oder nach der linken auch die rechte Maustaste betätigt, erfolgen die Manipulationen bei Pegelstellern für beide Kanäle zusammen.



Die Pegelwerte beziehen sich auf 97% Vollaussteuerung (-0,245 dB). Das ist nötig, um eine klirrarme Schwingung zu gewährleisten. Dieser Wert ist Bezugspunkt und entspricht 0 dB.


Die Pegel-Schiebesteller verhalten sich entweder linear, d. h. die Spannung ändert sich proportional zum Schieberweg, oder sie verhalten sich logarithmisch, was so viel bedeutet, daß sich der Pegel proportional zum Schieberweg ändert. Umschalten kann man das im rechten Teil der Dialogbox.

Direkt darüber finden Sie eine analoge Einstellmöglichkeit für die Frequenzsteller.


Ich glaube, die Einstellungen für die Frequenz brauchen keine weitere Erläuterung. Was aber sind das für "P"-Knöpfe bei den Pegelschiebern?

Diese haben den Zweck, wenn sie eingeschaltet sind, dafür zu sorgen, daß für den jeweiligen Generator die Schwingung auf den linken und rechten Kanal mit entgegengesetzter Phasenlage ausgegeben wird.


Wenn mehr als ein Funktionsgenerator in Betrieb sind, besteht die Gefahr der Übersteuerung. Die Eigenheiten der logarithmischen Pegelangabe (siehe "Logarithmische Pegelangaben") machen es ein wenig schwierig, bei mehreren eingeschalteten Generatoren zu erkennen, wann die Übersteuerung einsetzt.

In dem Fall, wenn man die Übersteuerung nicht absichtlich herbeiführen will, sorgt Hertz~Ware selber dafür, daß die Pegel normiert werden. Getrennt für linken und rechten Kanal schalten Sie dazu die Normierung im Sektor des Parameterfensters oben rechts.

Normieren heißt in diesem Zusammenhang, daß das Summensignal auf 0 dB normiert wird, die pegelmäßigen Abstufungen zwischen den einzelnen Generatoren dabei erhalten bleiben. Die Normierung setzt erst ein, wenn das Summensignal 0 dB überschreitet. Berücksichtigt werden nur die eingeschalteten Generatoren.



4.6.2 Sinusgenerator


Der Sinusgeneratoren in Hertz~Ware benutzt den DSP zur Errechnung des Schwingungsverlaufs.


Es ist ein "Tabellen-Synthesizer". Zu den Besonderheiten des DSP Motorola 56k gehört eine Tabelle im DSP-ROM mit 256 Abtastwerten einer vollen Sinusschwingung. Wenn diese Werte hintereinander ausgegeben werden, entsteht (bei einer Abtastfrequenz von 50 kHz) eine Sinusschwingung von 192.0700073 Hz. Läßt man jeden zweiten Wert bei der Ausgabe aus, entsteht eine Sinsusschwingung mit der doppelten Frequenz (384.1400146 Hz), bei jedem dritten Wert die dreifache Frequenz usw.

Was aber nun, wenn Sie eine Sinusschwingung von genau 1 kHz wünschen? Benutzen Sie dann nur jeden 5.206434955-ten Wert? Natürlich nicht! Sie interpolieren, wie's in der Schule gelehrt wird (Wer kennt noch Logarithmentafeln?). So macht es auch mein DSP-Programm.

Zwar lassen sich so beliebige Frequenzen einstellen, aber nur bei ganzen Vielfachen von 192.0700073 Hz (wie gesagt: Bei einer Abtastfrequenz von 50 kHz) ist das Vergnügen ungetrübt. Bei "krummen" Werten handeln wir uns einen mehr oder weniger großen Interpolationsfehler ein, denn zwischen den 256 Abtastwerten der "Meisterwelle" verläuft die Sinusfunktion ja nicht linear - was wir bei der Interpolation aber annehmen -, sondern in wohlgeformten Kurven.

Die für Sie als Anwender entstehenden Nachteile halten sich aber in akademischen Grenzen: Analysiert man eine von Hertz~Ware erzeugte Sinusschwingung von bspw. 1920.7 Hz (keine Interpolation), so liegen die Störungen bei -120 dB. Wählen Sie eine Frequenz, bei der interpoliert werden muß, wird der Störabstand geringer: Es tauchen deutlich sichtbare Störungen bei -100 dB auf! Das ist 20 dB schlechter, aber kein Grund zur Besorgnis, denn der Wert unterschreitet die für 16-Bit-Systeme geltende (theoretische!) Grenze von -96 dB.



4.6.3 Dreieck-, Rechteck- und Sägezahngeneratoren


Diese Schwingungen werden mit Hilfe des DSP errechnet. Dabei sind beliebige Frequenzwerte einstellbar.


Beachten Sie biite:

Prinzipiell sind für alle Wellenformen alle Frequenzen einstellbar. Allerdings gibt es bei Nicht-Sinus-Schwinungen die Tatsache zu beachten, daß höherfrequente Signalanteile vorhanden sein können, die oberhalb der halben Abtastfrequenz liegen. Diese werden bei der D/A-Wandlung durch die Rekonstruktionsfilter entfernt, was zu einer scheinbaren Verformung führt.

Insbesondere Rechteck- und Sägezahnschwingungen enthalten steile Flanken, die bei analoger Erzeugung Signalanteile bis in den MHz-Bereich hervorrufen. In digitalen Systemen gibt es eben nur Signalflanken, deren Anstiegsgeschwindigkeit der halben Abtasttaktrate entspricht.

Wenn es also zu Überschwingen und Flankenverschleifen bei steilflankigen Signalformen kommt, ist das keine Schwäche von Hertz~Ware, sondern eine prinzipbedingte Schranke der Digitaltechnik, die auch Hertz~Ware nicht durchbrechen kann.


In die gleiche Kerbe schlägt der Effekt, der ebenfalls bei hochfrequenten steilflankigen Signalformen auftritt: Wenn die Flanken nicht zu Zeitpunkten, die in das Taktraster passen, stattfinden, "flattern" die Periodenlängen. Das verzerrt das Signal recht stark.


Je tiefer die Frequenz, um so geringer die Störung und so sind Rechteck-, Sägezahn usw. bis in den unteren kHz-Bereich trotzdem brauchbar.



4.6.4 Modulierter Sinusgenerator


Z. Zt. nicht implementiert.



4.7 Externe DSP-Programme


Das Programm Hertz~Ware bietet die Möglichkeit, auf der DSP-Hardware des ATARI Falcon030 Programme laufen zu lassen, die unabhängig von Hertz~Ware entstanden sein können. Z. B. kann ein Filter- oder Effektprogramm getestet werden.


Das in Hertz~Ware integrierte DSP-Programm muß dazu natürlich abgeschaltet werden, denn die DSP-Hardware wird dem Anwender-DSP-Programm komplett zur Verfügung gestellt. Nach Aufruf der Menüfunktion "Anwend.-DSP-Prg. st." wird per Alertbox abgefragt, ob das native DSP-Programm tatsächlich überschrieben werden soll. Wenn die Abfrage mit "Ja" bestätigt wird, lädt Hertz~Ware eine *.LOD-Datei, die mittels Dateiauswahlbox vom Anwender bestimmt wird.

Jetzt wird das laufende DSP-Programm gestoppt, das neue geladen und gestartet. Wenn Funktionsgeneratoren und/oder die Effektivwertanzeige in Betrieb waren, werden die entsprechenden Fenster geschlossen, da die dazu nötigen DSP-Programmkomponenten nicht mehr zur Verfügung stehen.


Im Hauptmenü ändert sich der Eintrag "Anwend.-DSP-Prog. st." in "Stand.-DSP-Prog. st.". Wenn Sie den Menüpunkt jetzt aufrufen, startet wieder das zu Hertz~Ware gehörige DSP-Programm. Genaugenommen können Sie nach einer entsprechenden Abfrage ein anderes Hertz~Ware-fremdes Programm starten.

Ruft man während der Laufzeit eines "Fremdprogramms" eine Hertz~Ware-Funktion auf, die die DSP-Komponenten benötigt, bietet Hertz~Ware in einer Abfrage an, das native DSP-Programm zu starten (das Fremdprogramm ist dann natürlich weg), oder die gewählte Hertz~Ware-Funktion wird abgebrochen.


Die Parameterdatei


Vielen DSP-Programmen können Parameter übergeben werden. So lassen sich bspw. Filter- oder Effekt-Einstellungen während der Laufzeit verändern.


Ich habe die Idee dem Programm WINREC entnommen, über eine Steuerdatei auch von Hertz~Ware aus Werte an fremde DSP-Programme zu übergeben. Liegt im gleichen Ordner wie die gestartete *-LOD-Datei eine Datei mit dem gleichen Hauptnamen und der Erweiterung PAR, so versucht Hertz~Ware, dieser Datei die nötige Steuerinformation zu entnehmen. Gelingt dies, so öffnet sich ein Fenster mit Schiebestellern, deren Einstellungen an das Programm in der für den Generator-Parameterdialog beschriebenen Art (siehe "Einstellungen der Generatoren") übergeben werden. Unterhalb der Regler taucht eine kurze Bezeichnung auf, um welchen Parameter es sich handelt, sozusagen der Name des Parameters.


Die Parameterdateien, die WINREC beiliegen, sind weitgehend kompatibel zu Hertz~Ware. Allerdings ist die Behandlung von Tabellenparametern wie in WINREC noch nicht fertig und getestet (nicht verwenden!).


Auf jeden Fall versteht Hertz~Ware den im folgenden beschriebenen Teil der Parameterdatei (Auszug aus der WINREC-Dokumentation):


"Aufbau eines PAR-Files:

----------------------


TITLE [Effektname]

DECPARA/HEXPARA [Parameternr.],[Minimalwert],[Maximalwert],

[Defaultwert],[Parametername (max 3 Zeichen)]


DECPARA = Alle Werte Dezimal (24 Bit)

HEXPARA = Alle Werte Hexadezimal (24 Bit)


Beispiel:


TITLE Karaoke

HEXPARA 0,0,7fffff,599999,BAS

HEXPARA 1,0,7fffff,7fffff,VOI"


Ich habe [Parameternr.] in meinen DSP-Programmen und den Parameterdateien nicht als die Nummer des Parameters aufgefaßt, sondern als die Speicheradresse.

Deshalb ist der beiliegende Sinusgenerator nicht WINREC-kompatibel, da bei Adressen im Y-Memory den Werten ein "Y" vorangestellt ist (kein vorangestellter Buchstabe impliziert X-Memory).


Für DSP-Programmierer


Die Schnittstelle für die Parameterübergabe von Hertz~Ware an das Anwender-DSP-Programm sieht so aus:


Die Daten werden über das Hostinterface übergeben. Das DSP-Programm muß die Daten also empfangen und verarbeiten.


Gesendet werden je Parameter 2 DSP-Worte:


Das erste enthält in den Bits 0-15 die Speicheradresse, an der der Parameter abgelegt werden soll. Die Bits 16-23 sind gleich 2, wenn ins X-Memory und 3, wenn ins Y-Memory geschrieben werden soll (Zugriff aufs P-Memory ist nicht implementiert).


Das zweite Wort enthält den Parameterwert, der an der spezifizierten Adresse abgelegt werden soll.




4.8 MLS-Analyse


"Zeige mir deine Impulsantwort und ich sage dir, was du für ein System bist!"


Na also! Aber was ist die Impulsantwort? Genauer: Wie ermittle ich die Impulsantwort?


Man könnte ... Ach, am besten Sie rufen den Programmpunkt "MLS-Analyse" im "Bearbeiten"-Menü auf! (Oder drücken Sie die Tastenkombination <ALT>-M.)


Vorher müssen Sie allerdings ein paar Einstellungen vorgenommen haben.


• Die MLS-Länge sollte den Anforderungen entsprechend gewählt werden. Ist diese bspw. zu kurz, erhalten Sie nicht die ganze Impulsantwort. Unnötig lange Sequenzen strapazieren Ihre Geduld.


• Die Soundmatrix muß zweckentsprechend rangiert sein. Haben Sie ein eigenes DSP-Programm bspw. mit einem IIR-Filter gestartet, so sollten Sie DSPXMIT und DMAREC sowie DMAPLAY und DSPREC verbinden, um dann dieses Filterprogramm zu untersuchen.

Interessiert Sie der Frequenzgang eines Verstärkers, den Sie zwischen Aus- und Eingang des Falken geschaltet haben, benötigen Sie auch die Impulsantwort, die Sie nur erhalten, wenn DMAPLAY auf DAC und ADC auf DMAREC gestellt sind.


• Sind die Ein- bzw. Ausgangsverstärker des Soundsubsystems in den Signalweg eingebunden, müssen sie so eingestellt werden, daß eine Übersteuerung vermieden wird. Manchmal muß man da etwas probieren (aber das kennen Sie ja).


• Um die Genauigkeit der Messung zu erhöhen, können Sie durch die Mittelwertbildung aus mehreren Messungen den Signal-Rausch-Abstand vergrößern. Dazu stellen Sie im "Optionen"-Menü die Anzahl der "Zyklen f, Mittelwert" wie gewünscht ein.


ACHTUNG!!!!

Wenn Sie eine akustische Messung durchführen, schalten Sie den Falcon-Lautsprecher ab! Das Geräusch des internen F030-Lautsprechers kann das Meßergebnis verfälschen.



Nach dem Aufruf der MLS-Analyse wird die MLS-Impulsfolge "abgespielt" und, nachdem sie das zu untersuchende System durchlaufen hat, aufgezeichnet. Was jetzt kommt, sieht aus, als sei der Rechner "abgestürzt". In Wirklichkeit werden aufwendige und umfangreiche Berechnungen (Permutationen, Hadamard-Transformation) vorgenommen, die um so länger dauern, je länger die MLS-Folge ist.


Wenn dann endlich das Ergebnis in einem Fenster mit der Überschrift "MLS-Analyse" angezeigt wird, wird Ihre Geduld belohnt. Sie sehen jetzt die Impulsantworten des linken (oben) und des rechten (unten) Kanals, können mittels der Pfeile und des Sliders am unteren Fensterrand in deren zeitlichem Verlauf vor- und zurückblättern, sofern nicht alles auf einmal darstellbar ist.


Am linken und rechten Bildrand finden Sie eine Strichellinie, die mit den entsprechenden Zeiten beschriftet ist. Wenn der Mauscursor als Fadenkreuz erscheint, können Sie durch Klick mit der rechten Maustaste ein PopUp-Menü aufrufen, mit dem Sie den Zeitmaßstab verändern können.


Die Signalverläufe sind teils schwarz, teils andersfarbig dargestellt. Das hat folgende Bedeutung: Die farbig markierten Abschnitte der Impulsantworten (dunkelrot links und dunkelgrün rechts - einstellbar) werden für die Fourier-Analyse herangezogen. Wird diese für beide Kanäle aufgerufen, so wird die Länge der FFT ausgehend vom längeren Teilstück, sonst die kürzest mögliche Länge für die FFT angesetzt.


Nach Öffnen des MLS-Fensters sind für links und rechts jeweils die ersten 1024 Meßwerte markiert.


Markierung


Diese Markierungen lassen sich wie folgt einstellen und verändern:


Für beide Kanäle gleichzeitig: Sie bewegen den Mauscursor in ca. halber Fensterhöhe auf den Anfang des zu markierenden Bereichs. Jetzt drücken Sie die linke Maustaste, halten diese gedrückt und schieben den Cursor auf den gewünschten Markierungsendpunkt (Achten Sie darauf, daß der Cursor in ca. halber Fensterhöhe bleibt!) und lassen die linke Taste los.


Nur für den linken Kanal: Sie bewegen den Mauscursor im oberen Fensterdrittel auf den Anfang des zu markierenden Bereichs. Jetzt drücken Sie die linke Maustaste, halten diese gedrückt und schieben den Cursor auf den gewünschten Markierungsendpunkt (Achten Sie darauf, daß der Cursor im oberen Fensterdrittel bleibt!) und lassen die linke Taste los.


Nur für den rechten Kanal: Sie bewegen den Mauscursor im unteren Fensterdrittel auf den Anfang des zu markierenden Bereichs. Jetzt drücken Sie die linke Maustaste, halten diese gedrückt und schieben den Cursor auf den gewünschten Markierungsendpunkt (Achten Sie darauf, daß der Cursor im unteren Fensterdrittel bleibt!) und lassen die linke Taste los.



So lassen sich die Bereiche bei zeitlich gedrängter Darstellung grob markieren. Um Anfang bzw. Ende (bis aufs einzelne Sample) genau einzustellen, ändern Sie den Zeitmaßstab und blättern Sie so lange, bis der gewünschte Zeitpunkt im Fenster groß genug dargestellt wird. Jetzt schieben Sie den Cursor an die richtige Stelle im oberen (für links), mittleren (für beide Kanäle) bzw. unteren (für rechts) Drittel des Fensters, und klicken Sie mit der linken Maustaste. Je nachdem, ob dieser Punkt vor oder hinter der Mitte des bestehenden markierten Bereichs liegt, wird so der neue Anfang bzw. das neue Ende der Markierung eingestellt.


Eine bestimmte Länge markieren


Für die FFT müssen die Signalabschnitte eine Länge haben, bei der die Anzahl der markierten Abtastwerte einer Zweierpotenz gleicht. Damit man nicht ewig herumzirkeln muß, gibt es im MLS- und im Aufzeichnungsfenster unter "Bearbeiten" die Menüfunktion "Mark. 512/1024". Ausgehend von den vorhandenen Anfangsmarkern werden die Endmarker so gesetzt, daß die gewünschte Länge herauskommt.

512 bzw. 1ß24 Abtastpunkte sind ein guter Kompromiß zwischen Genauigkeit und aufgewendeter Zeit für eine Fourier-Analyse, aber z. B. von einer Impulsantwort sind oft nur kürzere Abschnitte mit weniger Abtastwerten zu untersuchen. Oder man entschließt sich, den Rechner 10 Minuten zu verlassen und möchte in der Zeit eine genaue Spektralanalyse von einer Aufzeichnung mit 65536 Abtastwerten machen. in diesen Fällen kommt der Menüpunkt "2^n" zum Zuge: Zuerst markiert man den Anfang, dann grob das Ende des zu untersuchenden Abschnitts ca. 1 s später (bei 50 kHz Abtastrate) und löst dann "2^n" aus. Das bewirkt - ausgehend vom Anfang - die Markierung von 65536 Punkten. Genauer gesagt wird die Anzahl markiert, die der nächsthöheren (ausgehend von der ursprünglichen Markierung) Zweierpotenz entspricht.

Wenn der Markierungsanfang zu weit am Ende steht, wird bei MLS entsprechend weniger markiert. Bei der Aufzeichnung befindet sich anschließend der Endmarker am Anfang des Fensters, da es sich ja um einen Ringspeicher handelt.



4.8.1 MLS-Analyse mit Synchronisation


Hinweis: Diese Funktionen sind nur in der Pro-Version verfügbar.


Jedes Signal benötigt eine gewisse Zeitspanne, um am Ausgang des Systems irgendeine Reaktion hervorrufen zu können. Das ist wie bei der Eisenbahn: Die Lokomotive fährt an, der letzte Waggon bemerkt davon aber erstmal nichts, bis sich die Wagen vor ihm in Bewegung gestzt haben.

Bei einer MLS-Analyse eines Verstärkers oder Filters tritt so ein Effekt ebenfalls auf. Sie erkennen das daran, daß im Bild der Impulsantwort am Anfang mehr oder weniger gar nichts passiert. Manchmal ist die Länge dieser Zeitspanne - Totzeit genannt - für die Charakterisierung eines Systems tatsächlich von Wichtigkeit, oft aber einfach nur lästig.


Stellen Sie sich eine Beschallungsanlage vor, die in einem großen Saal aufgebaut ist. Wenn das Aufnahmemikrofon 30 m von den Lautsprechern entfernt ist, beträgt die Laufzeit des Schalls schon mal gut 100 ms. Nehmen wir mal an, die Messung wird mit einer Abtastrate von 50 kHz durchgeführt, dann bedeutet das, daß ca. 5000 Abtastwerte für die Katz sind und in Bezug auf Genauigkeit und Störabstand verlorengehen.

Warum das denn? Weil Senden und Aufnahme der Impulsfolge gleichzeitig gestartet werden, aber am Anfang 100 ms "Stille" empfangen werden. Das Schallsignal läuft eben so lange, bis es eine Reaktion hervorruft.


Es wäre doch praktisch, mit dem Empfang der gesendeten Impulsfolge erst dann einzusetzen, wenn die Totzeit vorüber ist, sozusagen die Totzeit auszublenden, zu unterdrücken. Man könnte das Programm z. B. anweisen, die Aufnahme erst 100 ms nach dem Sendestart zu beginnen. Natürlich wäre da zu beachten, daß bei einem anderen Meßaufbau (einem anderen untersuchten System) die Totzeit eine andere sein kann und evtl. ein anderer Zeitversatz eingestellt werden muß ...


Möchten Sie mit einem Maßband durch die Sääle ziehen und anschließend den gemessenen Lautsprecher-Mikrophon-Abstand in Milliskunden umrechnen? Das müßten Sie, wenn ich die MLS-Analyse anfänglichen Ideen und Empfehlungen folgend so ausgestattet hätte, daß die zu unterdrückende Totzeit im Programm anpaßbar ist.

Mir kam da eine bessere Idee. Warum sollte nicht der Rechner selber dafür Sorge tragen, daß die sich jeweils ändernde Totzeit erkannt und unterdrückt wird?


Bewerkstelligt wird das mit dem Aussenden eines Tones, auf dessen Schwingungen sich der Empfänger synchronisiert. Zunächst ist dies ein simpler Sinuston, aber em Ende ist der Ton mit einer Kennung moduliert. Diese Kennung signalisiert, daß die MLS unmittelbar nach einer ganz kurzen Pause folgt. Egal, wie lang die Totzeit dauert, sie geht nicht mehr in das Meßergebnis ein. Wenn sich die Totzeit aus welchem Grunde auch immer ändert, sie wird zuverlässig ignoriert.


MLS nur senden/nur empfangen


Was ist mit sehr langen Totzeiten? Sie meinen, so große Sääle gibt es nicht? Das ist korrekt. Aber es gibt Aufzeichnungsgeräte. Wer einen hochwertigen Recorder mit getrennten Aufnahme- und Wiedergabeköpfen sein eigen nennt, kommt mit der reinen MLS-Analyse oder mit der sysnchronisierten Form sehr gut zurecht. Wer aber den Frequenzgang seines gewöhnlichen Recorders "über Band" ermitteln möchte, arbeitet nach dem Schema "MLS auf Band aufnhemen - Band zurückspulen - MLS vom Band abspielen" und erhält so eine (mindestens) im Sekundenbereich liegende Totzeit. Eigentlich ist auch diese Aufgabe mit der synchronisierten MLS lösbar.


Damit man sich aber wirklich Zeit lassen kann, habe ich "MLS ausgeben" und "MLS aufnehmen" getrennt. Beide Funktionen haben ihren eigenen Menüpunkt.

Zeichnen Sie die Impulsfolge in aller Ruhe auf Tape auf. Vielleicht sogar ein paar mal hintereinander. Möglicherweise möchten Sie verschiedene Bandsorten ausprobieren? Kein Problem, wechseln Sie die Kassette oder das Band und wiederholen Sie die Aufnahme!


Wenn es dann so weit ist, starten Sie die Wiedergabe von Ihrem Recorder und aktivieren Sie "MLS nur empfangen", um die Ermittlung der Impulsantwort zu vervollständigen.



4.9 Fourier-Analyse


Im Programm finden sich zwei verschiedene Spektralanalysen: einmal für aufgezeichnete bzw. rechnerisch ermittelte Daten (MLS-Analyse) und - nur in der Pro-Version - für die Echtzeit-Analyse anliegender Signale (interner oder externer AD-Wandler).



4.9.1 Offline-FFT


Um aus der Impulsantwort den Amplituden- und den Phasen-Frequenzgang zu errechnen, bedient sich das Programm Hertz~Ware der allseits bekannten schnellen Fouriertransformation. Nicht nur das: Für die Ermittlung der spektralen Zusammensetzung eines aufgezeichneten Signals (ganz oder teilweise) ist dieser Programmpunkt ebenfalls nutzbar. In beiden Fällen wird die FFT nicht im DSP ausgeführt, weil dazu die Generatoren und Echtzeitanzeigen lahmgelegt werden müßten. Wenn Ihr Rechner mit einer FPU ausgestattet ist, ist die FFT recht schnell ausgeführt. Die Verwendung von Fließkomma-Zahlen ist bezüglich der Genauigkeit vorteilhaft im Vergleich mit den 24-Bit-Festkomma-Zahlen des DSP.


Die Fourieranalyse wird im "Bearbeiten"-Menü aufgerufen. Wählen Sie aus, ob nur der rechte, der linke oder beide Kanäle berechnet werden sollen. Sofern Ihrer Bildschirmanzeige nur 2 Farben zur Verfügung stehen - was man auch als Schwarz-Weiß-Darstellung bezeichnet &-) - läßt sich die Analyse immer nur für beide Kanäle getrennt vornehmen, da die Darstellung unübersichtlich wäre.


Schauen Sie sich im Optinen-Menü die Parameter für die FFT-Analyse (siehe "FFT-Parameter") an! Dort haben Sie die Möglichkeit, den Gleichanteil des zu untersuchenden Signals zu unterdrücken oder mit zu verarbeiten. Mitunter stört der Gleichanteil, der durch die interne Wandlerhardware erzeugt wird.


Ausgehend von den im MLS- bzw. Aufzeichnungs-Fenster markierten Bereichen werden nach Abschluß der Berechnungen im unteren Drittel der Phasenfrequenzgang und im oberen Teil der Amplitudenfrequenzgang abgebildet. Die Phase wird im Bereich -Pi (-180 Grad) bis +Pi (+180 Grad), die Amplitude logarithmisch (bezogen auf den Maximalwert - (abschaltbar (siehe "FFT-Parameter")) in Dezibel (dB) dargestellt.


Sofern nicht das gesamte Ergebnis auf einmal dargestellt werden kann, läßt sich durch Klick mit der rechten Maustaste im Bildbereich der Maßstab ändern. Ggf. können Sie mit den Pfeilen und Slidern am unteren Fensterrand blättern.

Wenn der gesamte Amplituden-Frequenzgang vom untersten bis zum obersten Wert dargestellt wird, sind meist keine Einzelheiten zu erkennen. Mit dem gleichen PopUp, das für die Frequenzachse zuständig ist, können Sie den Darstellungsmaßstab verändern und dann mit den Pfeilen und Slidern am rechten Fensterrand blättern.


Hinweise, wie das Ergebnis zu werten ist, finden Sie unter "Grundlagen", "FFT".


Hinweis: Wenn Sie die Spektraluntersuchung für beide Kanäle angefordert haben, aber als Ergebnis nur einen Linienzug entdecken, so ist das kein Fehler. In diesem Falle sind für linken und rechten Kanal deckungsgleiche Spektren ermittelt und es ist nur das Spektrum des rechten Kanals sichtbar, weil es das zuerst gezeichnete des linken Kanals verdeckt.



4.9.2 Echtzeit-FFT


Hinweis: Diese Funktionen sind nur in der Pro-Version verfügbar.


Einen Signalfluß und seine zeitliche Veränderlichkeit im Frequenzbereich beurteilen zu können, ist mit der Offline-FFT - wenn überhaupt möglich - äußerst umständlich. Deswegen verfügt Hertz~Ware in der Pro-Version über einen Echtzeit-FFT-Modul, auch RTA (Real Time Analyzer) genannt.


Die RTA-Funktion starten Sie mit dem PopUp-Menü des Empfänger-Fensters oder aus dem Hauptmenü.


Für die RTA-Funktion wird ein (internes) DSP-Programm gestartet, das jedes andere laufende DSP-Programm aus dem DSP-Speicher verdrängt - leider auch das, das für die Funktionsgeneratoren zuständig ist. Die Folge ist, daß alle Programmfunktionen, die das Standard-DSP-Programm (Fkt.-Generatoren, Effektivwert- und Spitzenwertanzeige) nutzen, stillgelegt werden, wenn das RTA-Modul aufgerufen wird.


Im rechten Teil des RTA-Fensters finden Sie Möglichkeiten, einzustellen, welcher Kanal analysiert werden soll und die Auswahl der Fensterfunktion vorzunehmen.


Vom Programm Hertz~Ware wird automatisch dafür gesorgt, daß die Frequenz-Achse richtig beschriftet ist, egal, welche Abtastrate Sie gewählt haben. Leider funktioniert dies nicht so von allein mit der Einteilung und Beschriftung der Pegelwerte. Diese werden logarithmisch angezeigt; es ist also alles für die Anzeige in dB-Werten vorbereitet.

Mit einer "Halbautomatik" können Sie mit zwei Handgriffen für die richtige Beschriftung sorgen: Im Parameterteil des RTA-Fensters finden Sie zwei Schiebesteller (siehe "Einstellungen der Generatoren"). Der linke, längere, unmittelbar am Bild befindliche ist für die Lage der 0 dB-Linie zuständig, der andere, kürzere für den Abstand zweier dB-Linien. Lesen Sie im Anhang (siehe "Oft gestellte Fragen") nach, wie man mit Hertz~Ware diese Einstellungen vornehmen kann.



beide_Kanäle


Bei Schwarz-Weiß-Darstellung (monochrome) ist es schwer, in der Anzeige die Linienzüge für linken und rechten Kanal unterscheidbar zu machen. Für eine eindeutige Darstellung sehen Sie sich bitte die Einzelgraphen für linken und rechten Kanal an.



4.10 Aufzeichnung


Nachdem Sie im "Optionen"-Menü unter "Aufzeichnungsparameter" gewählt haben, wie lange aufgezeichnet und wann durch welches Ereignis getriggert werden soll, rufen Sie im "Bearbeiten"-Menü "Aufzeichnen" auf. Oder Sie starten die Aufzeichnung vom Empfängerfenster aus über das PopUp-Menü "aufzeichnen" (Wenn schon ein Recorder-Icon im Empfängerfenster ist, lösen Sie eine erneute Aufzeichnung mit Doppelklick aus). Die dritte Startmöglichkeit besteht in der Tastenkombination <ALT>-R.


Von diesem Moment an wird ein (der gewählten Dauer entsprechend großer) Ringspeicher "im Kreis" mit den Werten, die am Eingang liegen, gefüllt. Ringspeicher heißt, daß, wenn der Speicher voll ist, wieder von Anfang an begonnen wird und die alten durch neue Werte überschrieben werden. Das bedeutet, daß nach der ersten "Runde" immer die Werte der letzten Zeitspanne, die der Ringspeichergröße entspricht, im Speicher sind.


Während dieser Zeit ist der Rechner blockiert und reagiert nicht!


Dieses "ewige Abspeichern" wird durch ein Triggerereignis beendet. Das einfachste Ereignis ist ein Tastendruck. Die andere Möglichkeit (siehe "Tasten-Triggern bei ext. DSP-Programm") besteht darin, an den DSP-Eingang einen Wert, dessen Betrag 0,5 überschreitet, zu leiten. Nach dem Triggern wird das Abspeichern beendet, die Position im Ringspeicher fixiert und der Speicherinhalt im Fenster angezeigt.


Im "Optionen"-Menü kann man einstellen, ob unmittelbar nach dem Triggern angehalten werden soll, ob noch eine halbe oder eine ganze "Runde" weitergespeichert werden soll. So kann man den Signalverlauf vor dem Triggern, um das Triggerereignis herum bzw. nach dem Triggern analysieren.


Jetzt werden die Werte im Fenster dargestellt, links mit den "ältesten" Werten beginnend.


Befindet sich der Mauscursor im Bereich der Ergebnisdarstellung, so nimmt er die Form eines Fadenkreuzes an, und Sie können durch Klick mit der rechten Maustaste ein PopUp-Menü aufrufen, mit dem Sie den Zeitmaßstab verändern.

Für die Weiterverarbeitung (bspw. Fourier-Analyse oder Auswertung (siehe "Auswerten")) sollten Sie die interessierenden Abschnitte aus der Aufzeichnung markieren (siehe "MLS-Analyse").



Tasten-Triggern bei ext. DSP-Programm


Wenn ein externes DSP-Programm läuft, kann nur mit einem Tastendruck getriggert werden.



4.10.2 Auswerten


Die aufgezeichneten Daten sind sicher nicht nur durch ihren optischen Eindruck interessant. Wer's also genau wissen will, sollte im "Bearbeiten"-Menü "Auswerten" aufrufen und bekommt dann einige Berechnungsergebnisse angezeigt.

VORSICHT FALLE! Hier ist nicht das "Bearbeiten"- im Hauptmenü gemeint, sondern das im Fenstermenü des Aufzeichnungsfensters. Und zudem kann es sein, daß man es bei zu kleinen Fensterabmessungen erst mittels Maus und Pfeilknöpfen "hervorkramen" muß.

An einem Beispiel ist wohl am einfachsten zu erkennen, was sich hinter diesem Programmpunkt verbirgt und wie man vorgehen muß.


So sieht die Beispielaufzeichnung mit den Markierungen im linken und rechten Kanal aus:


Die Auswertung der markierten Abschnitte ergibt:


Was bedeuten die einzelnen Angaben in dieser Aufstellung?


Länge d. mark. Bereichs: Der markierte Bereich repräsentiert einen zeitlichen Ausschnitt aus der Signalaufzeichnung. Diese Angaben zeigen die Dauer der markierten Abschnitte (Millisekunden) und wieviele Abtastwerte (Samples) dazugehören.


(Frequenz:) Hier liegt ein mögliches Mißverständnis in der Luft! Deshalb ist dieser Zeilentitel in Klammern gefaßt. Es handelt sich nämlich nicht um eine automatische Frequenzmessung!

Vielmehr passiert folgendes: Die Länge des markierten Bereiches wird als Periodendauer eines Signals interpretiert und deren Kehrwert hier als Frequenz angegeben. Wenn also ein periodisches Signal aufgezeichnet und genau ein vollständiger Periodenzug markiert wurde (wie im Beispiel für den linken Kanal geschehen), braucht man nicht erst den Taschenrechner bemühen, um den Kehrwert der Periodendauer zu erhalten.

Im rechten Kanal sind zwei Periodenzüge markiert. Obwohl beide Kanäle mit Signalen der gleichen Frequenz laufen, erscheint für den rechten Kanal eine (auf das Signal bezogene) falsche Angabe, weil der markierte Bereich hier mehr als eine Periode umfaßt.


Berechnete Werte: Während die bisher erläuterten Angaben alle vom aufgezeichneten Signal unabhängig sind, stehen im unteren Teil des Auswertungsfensters die Werte, die aus dem Signalverlauf errechnet wurden.



Wenn im Aufzeichnungsfenster die Markierungen anders gesetzt wurden, wird ein evtl. offenes Auswertungsfenster ausgehend von den neuen Markierungen neu berechnet und angezeigt.

Indem man einzelne Samples oder sehr kurze Abschnitte markiert, lassen sich Zeit- und Momentanwerte exakt bestimmen.



4.11 Speichern/Laden/Drucken


Oft ist der Vergleich zwischen zwei verschiedenen Messungen gefragt und man steht vor dem Problem, die Resultate zweier Meßvorgänge zueinander in Beziehung setzen zu müssen. Im Hertz~Ware ist dies dadurch gelöst, daß verschiedene Meßergebnisse als Dateien in einem programmeigenen Format abgespeichert werden können. An den entsprechenden Stellen können so gespeicherte Daten später neu geladen und weiterbearbeitet werden. Durch die Möglichkeit, die Daten in der Darstellung zu überlagern, können auch verschiedene Messungen visuell miteinander verglichen werden.


Der aktuelle Fensterinhalt kann über einen angeschlossenen Drucker zu Papier gebracht werden. Voraussetzung dafür ist, daß GDOS aktiv ist. Für drei Fenster-Arten ist Drucken möglich: MLS, FFT und Aufzeichnung. Beim Ausdruck wird die volle Druckbreite (Rand wird vorgesehen) genutzt.

Im Druckbild werden die Daten genau so dargestellt, wie in dem Fenster, das auf dem Bildschirm zu sehen ist. Das bedeutet, daß in horizontaler und ggf. vertikaler Richtung der gleiche Ausschnitt aus den gesamten Daten zum Ausdruck gelangt. Die Proportionen werden so gewählt, daß die Druckbreite optimal genutzt wird.

Über dem Fensterinhalt erscheint im Druckbild der Fenstertitel als Überschrift. Unterhalb der Daten werden Datum und Uhrzeit des Ausdrucks angegeben. Daneben erscheint ein dreizeiliger Kommentar-Text.


Die Speicher-, Lade- und weiteren Funktionen werden in den Fenstermenüs der MLS-, Aufzeichnungs- und FFT-Fenster aufgerufen. Je nach Verfügbarkeit sind ggf. einige Menüpunkte abgeschaltet.


Es gibt jeweils den Menüpunkt "Überlagern". Ist er abgestellt (kein Häkchen davor), wird die gewünschte Datei anstelle des bisherigen Fensterinhalts geladen. Bei eingeschaltetem Überlagerungsmodus bleibt der bisherige Inhalt erhalten und die ausgewählte Datei kommt mit einer neuen Farbe (bei monochromer Darstellung gibt's keine Überlagerung!) als neue Kurve hinzu bzw. ersetzt eine schon vorhandene Überlagerung. Insgesamt werden also immer höchstens 2 Kurven dargestellt

Der Überlagerungsmodus bezieht sich nur auf das Laden von Daten. In diesem Modus geladene Meßwerte können nicht abgespeichert werden.



4.11.1 Dateiarbeit im MLS-Fenster


Viel gibt's nicht dazu zu schreiben: Speichern und Laden erfolgen getrennt für linken und rechten Kanal in einem Format, das Angaben über die eingestellten MLS-Parameter enthält.


Welche Daten werden gespeichert?


Kurz gesagt, werden die markierten Daten abgespeichert. Will man also die komplette Impulsantwort auf Diskette bzw. HD bannen, muß zuvor auch von Anfang bis Ende alles markiert werden. Eigentlich muß man aber nur die interessanten Stellen der Impulsantwort markieren und speichern.


Was wird wohin geladen?


Die Datei wird an die Position der Beginn-Markierung geladen. Ab dieser Stelle wird das MLS-Fenster mit Daten aus der Datei gefüllt, bis entweder die Datei komplett angezeigt wird oder das Ende des Fensterspeichers erreicht ist. Die Position der Ende-Markierung bleibt dabei völlig unberücksichtigt.

Was vor der Beginn-Marke bzw. nach dem Dateiende ist, wird auf Null gesetzt.


Wenn Daten im Überlagerungsmodus geladen werden, muß ebenfalls zuvor die Beginn-Marke an die entsprechende Stelle gesetzt werden. Durch geschicktes Setzen der Beginn-Marke kann man so zwei nacheinander gemessene Impulsantworten "übereinanderschieben".



4.11.2 Menüfunktionen im Aufzeichnungsfenster


Im Aufzeichnungsfenster erfolgt das Laden und Speichern bezogen auf (16 Bit-)Stereo-Aufnahmen. Das bedeutet, linker und rechter Kanal werden immer im Zusammenhang behandelt.

Gespeichert wird der markierte Teil des Aufzeichnungsfensters. Fallen die Markierungen für linken und rechten Kanal nicht zusammen, wird von der ersten Beginn-Marke bis zur letzten Ende-Marke gespeichert.

Geladen wird immer an den Anfang des Puffers, bis entweder die Datei komplett angezeigt wird oder das Ende des Fensterspeichers erreicht ist. Die Position der Markierungen bleibt dabei völlig unberücksichtigt. Wenn die Datei zu kurz ist, um den Puffer vollständig zu füllen, bleibt im restlichen Teil der alte Inhalt bestehen.


Man kann zwischen verschiedenen Speicherungsformaten wählen:


Aufnahme laden/speichern: Geschrieben bzw. gelesen wird eine Datei mit der Endung *.RCD. Dabei werden einige Einstellungs-Informationen mitgespeichert bzw. beim Laden überprüft.


*.DVS laden/speichern: Das von WINREC her bekannte DVS-Format kann verarbeitet werden. Beim Laden einer DVS-Datei wird gecheckt, ob die eingestellten Parameter mit den Headerinformationen übereinstimmen.


*.AVR laden/speichern: Dies Format ist auf ATARI-Rechnern anzutreffen.


*.WAV laden/speichern: Das WAVE-Format ist das wohl gängigste im PC-Bereich und auch auf MAC- und ATARI-Rechnern sehr verbreitet.



Sofern das gewählte Format die Speicherung solcher Angaben, wie Abtastrate, Bitbreite, Spuranzahl etc. vorsieht, werden diese Angaben beim Speichern den aktuellen Einstellungen entsprechend mit aufgezeichnet.

Beim Laden wiederum überprüft Hertz~Ware Dinge wie Bitbreite etc. und lehnt ggf. bei Inkompatibilität das Laden einer Datei ab. Eine kurze Fehlermeldung sagt, warum.


Stimmt die in einer gewählten Datei verankerte Abtastrate nicht mit der überein, die in Hertz~Ware gerade gilt, so werden Sie vom Programm gefragt, ob sie die eingestellte Abtastrate beibehalten wollen oder die der Datei übernehmen wollen. Entscheiden Sie sich für letzteres, so gilt die neue Abtastrate weiter, genau so, als hätten Sie sie in "Soundsubsystem 2 (siehe "Soundparameter einstellen")" gestzt.


Einen Überlagerungsmodus gibt es im Aufzeichnungsfenster nicht.


Mitunter ist es ganz sinnvoll, sich die aufgezeichneten Daten auch mal anhören zu können. Für diesen Zweck bediene man sich der Funktionen im "Abspielen"-Menü.

Wird vor dem Abspielen die zyklische Wiedergabe eingestellt, dann wird die Aufzeichnung "im Kreis" wiedergegeben. Das hat ein Ende, wenn man den Menüpunkt "zyklische Wiedergabe" abschaltet.


Unter "Bearbeiten" können Sie die Auswertung (siehe "Auswerten") aufrufen.



4.11.3 Spektren laden/speichern


Das Abspeichern eines Spektrums umfaßt neben den eigentlichen Daten auch Angaben zur Länge der durchgeführten FFT und der Abtastrate und erfolgt in einem programmeigenen Format.


Je nach Normierungseinstellung werden beide Kurven auf 0 dB bezogen oder - wenn keine Normierung gewünscht wird - entsprechend vertikal versetzt angezeigt.




4.11.4 ASCII speichern


Für die Weiterbearbeitung in anderen Programmen (für die statistische Auswertung oder einfach in einer Tabellenkalkulation) werden üblicherweise die Daten in eine Datei gespeichert. Als Format für die Daten wird üblicherweise ein möglichst allgemeingültiges gewählt: Die Darstellung der Zahlenwerte als Textzeichen.

Hertz~Ware exportiert die FFT-Werte als Festkommazahlen, geschrieben in eine Tabelle. Diese Tabellendatei hat immer den gleichen Aufbau, egal ob die Spektren für linken, rechten oder beide Kanäle ermittelt wurden.

Zuoberst kommt ein Tabellenkopf, gefolgt von den Datenzeilen (zu jedem Frequenzwert eine Zeile). Jede dieser Zeilen enthält die Spalten "Frequenz" "Amplitude links" "Phase links" "Amplitude rechts" "Phase rechts".


Ist der linke bzw. rechte Kanal nicht beteiligt, sind die entsprechenden Werte auf 0 gesetzt.



4.12 Optionen


Dieser Menüpunkt faßt beinahe alle Einstellungen zusammen.



4.12.1 Allgemeine Einstellungen


In dem Dialog, der sich bei Anwahl dieses Menü-Punktes öffnet, lassen sich geschmacksabhängig die Blinkanzahl der PopUps, wachsende/schrumpfende Boxen bei Fenstern und das Klingelzeichen bei Warnungen ein- bzw. ausschalten.


Ebenso läßt sich hier einstellen, ob der Desktop den gesamten Bildschirm einnimmt oder in einem Desktop-Fenster erscheint. Liegt der Desktop im Fenster, so wird auch die Menüzeile dort angesiedelt. Allerdings enthält die Fenster-Menüzeile keine Accessory-Einträge.


Verfügt der Rechner neben dem ST-RAM über TT-RAM, so kann hier eingestellt werden, welche Speicher-Anforderungen aus welchem RAM getätigt werden. Standardmäßig ist hier eingestellt, daß Speicher vorzugsweise aus dem TT-RAM angefordert wird. Daran muß eigentlich nur dann etwas geändert werden, wenn die TT-RAM-Hardware keinen Sound-DMA Zugriff erlaubt. Die Gruppe der Speicheranforderungen (Sound DMA) muß dann auf "stets ST-RAM" gestellt werden. Wundern Sie sich nicht, wenn dieser Teil der Einstellungen nicht reagiert! Ihr Rechner hat dann kein TT-RAM, deshalb gibt's hier nichts einzustellen.


Wenn ST-GUIDE als Accessory installiert ist, kann der Hypertext HERTZ.HYP als kontextbezogene Hilfe verwendet werden. Wünschen Sie trotz installiertem ST-GUIDE die (nur lückenhaft gepflegten) im Programm verankerten Hilfetexte, so können Sie die ST-GUIDE-Unterstützung abschalten.


Während des Programmstarts wird versucht, das Hilfe-System mit ST-GUIDE zu initialisieren. Dies gelingt nicht, wenn


• kein ST-GUIDE als Accessory bzw. Task (MT-Systeme) installiert ist,


• keine Datei HERTZ.HYP im Programmverzeichnis gefunden wird,


• keine Datei HERTZ.HYP in den unter PATHS in der Datei ST-GUIDE.INF angegebenen Pfaden gefunden wird.



In diesen Fällen wird die ST-GUIDE-Hilfe abgeschaltet (wie im Bild oben dargestellt).

Sie können sie einschalten und durch Klicken in den Kasten unter dem "ST-GUIDE-Hilfe"-Button die Helpdatei auswählen (Wenn Sie eine HERTZ.HYP-Datei an einem anderen Speicherort haben, durchaus sinnvoll).


Alle Einstellungen werden erst nach dem "OK"-Button übernommen. Wurde die Desktop-Fenster-Einstellung verändert, so wird das erst bei einem erneuten Programmstart wirksam. Achten Sie bitte darauf, daß die Einstellungen abgespeichert werden!



4.12.2 Farben


Im Farben-Dialog können Sie das farbliche Aussehen des Programms Ihren Wünschen und Gewohnheiten anpassen.


Egal über wieviel Farben das Grafiksystems Ihres Rechners gerade verfügt, das Programm Hertz~Ware verwaltet 16 Farben, die Sie in diesem Dialog einstellen können. Ist die Farbanzahl auf dem Rechner kleiner als 16, so sind einige Farben der programminternen Palette gleich, was im Programm Probleme geben kann (Schafe im Nebel bzw. weiße Schrift auf weißem Grund). Wählen Sie in diesen Fällen den Hintergrund in jedem Falle weiß. Das Programm macht Hervorhebungen dann durch Attribute.


Die vom Programm verwalteten Farben können Sie einstellen, indem Sie in das Musterfeld klicken und aus dem PopUp-Menü die gewünschte Farbe auswählen. Wenn Sie anschließend den "Setzen"-Knopf betätigen, wird der neue Farbensatz übernommen, bei "Abbruch" nicht. Mit "Standard" stellen Sie die "werkseitige Standard-Einstellung" wieder her.



4.12.3 Eingänge kalibrieren


Wie unter Signale und Signalverarbeitung beschrieben, bearbeitet das Programm Hertz~Ware Zahlenwerte bzw. Zahlenwertefolgen. Da der ATARI Falcon030 keine Möglichkeit hat, die Einstellungen der Wandlerhardware (siehe "Soundsubsystem") softwareseitig abzufragen, müssen die Programmeinstellungen "von Hand" kalibriert werden, um die Eingangsspannungen in der richtigen Dimension zur Anzeige zu bringen.

Im Rechner werden ja nur Daten verwaltet, die Werte im Bereich -65536 bis +65535 annehmen. Wenn eine Wechselspannung anliegt und Sie die Amplitude (Spitzenwert) messen möchten, interessiert Sie ja nicht der Zahlenwert +25000 (entspr. 0,763 d. Maximalwerts), sondern wieviel Millivolt sich dahinter verbergen. Für die "Übersetzung" der rechnerinternen Zahlenwerte in eine Millivolt- oder was-auch-immer-Anzeige dienen die Kalibrierwerte, die mit diesem Programmpunkt eingestellt werden. Neben dem Feststellen, welche Zahlenwerte eine bestimmte Spannung am Eingang im Rechner erzeugt, müssen die Spannungen selber natürlich auch gemessen werden. Dazu schließen Sie ein geeignetes Meßgerät, das Wechselspannungen (AC) im niederen Voltbereich und im Millivoltbereich messen kann parallel zum Wandlereingang an. Stellen Sie den Meßbereich ein, der die Anzeige am meisten ausnutzt, ohne daß der Meßbereich überschritten wird.

Die meisten Digital-Multimeter zeigen den Effektivwert der gemessenen Wechselspannung an. Überprüfen Sie anhand der Gerätebeschreibung ob das so ist und ob die Genauigkeit bei der gewählten Frequenz gewährleistet ist!


Zum Kalibrieren wird die Soundmatrix so eingestellt, daß die Daten der internen bzw. externen Wandler auf den DSP-Eingang geleitet werden. An den Wandlereingang wird eine bekannte NF-Sinusspannung angelegt. Dazu können Sie unter anderem den Analogausgang des Falcon benutzen, aber auch einen anderen Signalgenerator, der Signale im geeigneten Spannungs- und Frequenzbereich erzeugen kann.


Das Kalibrieren erfolgt für den linken und den rechten Kanal getrennt. Im Programm werden 2 Kalibrierdaten-Sätze verwaltet: Je einer für interne und externe AD-Wandler. Welcher Daten-Satz bearbeitet werden soll, muß mit den entsprechenden Schaltern eingestellt werden.

Kalibriert wird an 2 Punkten (also linear), d. h., daß für zwei verschiedene Spannungen die sich ergebenden Zahlen(Digital)-Werte je Kanal fixiert werden.


Der gerade gemessene Digitalwert, d. h. der Zahlenwert, der sich bei der gerade anliegenden Spannung ergibt, wird in der Zeile "Effektiv-" bzw. "Spitzen-Wert" laufend angezeigt. Ob nun Effektiv- (siehe "Effektivwert") oder Spitzenwert (NICHT Spitze-Spitze-Wert!), wählen Sie per Mausklick entsprechend dem verwendeten Meßgerät.

Tragen Sie in die (nicht gerahmten) Editierfelder die am Meßgerät abgelesene Spannung in mV ein und klicken Sie auf die korrespondierenden (gerahmten) Digitalwert-Felder - der oben angezeigte Momentanwert wird übernommen. Die Prozedur "Einstellen der Spannung am Eingang - Eintragen des abgelesenen Wertes - Übernahme des Momentanwertes" wiederholen Sie für jeden Kanal mit zwei Spannungswerten, von denen einer möglichst bei Vollaussteuerung und der andere nahe Null liegen sollte. Bei letzterem kann man einfach den Eingang kurzschließen, was "0 Volt" entspricht).


"OK" veranlaßt die Berechnung der neuen Kalibrierungswerte für beide Kanäle und deren Übernahme ins Programm. "Abbruch" läßt alles beim alten.

Wenn Sie nur einen Kanal kalibrieren wollen, verändern Sie die Werte des anderen Kanals nicht, denn die beim Öffnen des Dialogs eingetragenen Werte sind aus den bislang geltenden Kalibrierdaten ermittelt und wenn die unverändert bleiben, bleiben es auch die Kalibrierdaten.



4.12.4 MLS-Parameter


Mittels dieses Menüpunktes wird ein Dialogfenster geöffnet, in dem man die für die MLS-Analyse nötigen Einstellungen vornimmt.


Die Länge der Maximalfolge bestimmt zum einen die zeitliche Ausdehnung, in der die Impulsantwort untersucht werden kann.

Andererseits ist verfahrensbedingt der Signal-Rausch-Abstand um so größer, je länger die Folge bemessen ist.


Keine Sache ohne Haken: Lange Folgen haben längere Berechnungen zur Folge &-).


Anzahl der Mittelwert-Zyklen


Besonders bei akustischen Messungen wirken sich Störeinflüsse übel aus. Mehrfache Messungen und Mittelwertbildung verbessern den Signal-Rausch-Abstand.


Bei der MLS-Analyse können Sie Ein- oder Mehrfachmessungen mit Mittelwertbildung auswählen. Diese Einstellung bezieht sich nur auf die MLS-Analyse.



4.12.5 FFT-Parameter


Die sich unter dem Menüpunkt FFT-Parameter öffnende Einstellungsbox erlaubt die Auswahl der Fensterfunktion, ob der Gleichanteil im Signal mit verarbeitet werden soll oder nicht und ob das Spektrum auf 0 dB normiert werden soll.



4.12.6 Aufzeichnungsparameter


Aufzeichnungsdauer


Die Überschrift sagt es schon: Hier wird eingestellt, wie lang ein Ringspeicher-Durchlauf sein soll.


Zu beachten:


• Mit Betätigen des "OK"-Knopfes wird ein evtl. offenes Aufzeichnungsfenster geschlossen. Der Grund dafür ist, daß der Ringspeicher neu bemessen ist und das RAM anders dafür reserviert werden muß.


• Wenn die Abtastrate geändert wird, wird die Speichergröße beibehalten. Das bedeutet, daß dann mehr bzw. weniger Zeit in den Ringspeicher "paßt". Die Aufzeichnungsdauer wird automatisch angepaßt.


• Wird für die Aufzeichnungsdauer ein kleiner Wert oder gar 0 eingetragen, so wird ein Minimalwert angesetzt (ca. 0.3 s bei 50 kHz bzw. 1.6 s bei 8 kHz Samplingrate).


• Zu große Werte für die Aufzeichnungsdauer werden automatisch auf das größte verfügbare Speichersegment (abzüglich einer Reserve) gekürzt.



Triggerpunkt


Bei einer Aufzeichnung wird der Ringspeicher solange beschrieben, bis entweder eine Taste gedrückt wird oder am DSP ein Wert auftritt, dessen Betrag größer als ein Schwellwert ist. Danach wird die Aufzeichnung im Fenster dargestellt.

Wann die Aufzeichnung tatsächlich beendet wird, hängt von der Einstellung des Triggerzeitpunktes ab.


Triggern am Anfang bedeutet, daß die Aufzeichnung noch solange weiterläuft, bis die gesamte Aufzeichnung zeitlich nach dem Auslösen liegt.


Triggern in der Mitte heißt, das Auslöse-Ereignis liegt zeitlich in der Mitte der Aufzeichnung.


Triggern am Ende sorgt dafür, daß der aufgezeichnete Signalverlauf vor dem Triggern liegt.



Rechts von der Triggerpunktauswahl schalten Sie um zwischen Auslösen per Taste (manuell) und Triggern am DSP-Eingang (Ein Wert >0.5 am DSP-Eingang sorgt für das Triggerereignis).


Leider ist es nicht möglich, die genaue Lage des Triggerzeitpunktes zur Laufzeit des Programms zu errechnen. Wenn das Trigger-Ereignis mit aufgezeichnet ist, stört das wohl auch nicht, da man es im Aufzeichnungsfenster ziemlich leicht findet.

Aber wenn "von Hand" (durch Tastendruck) getriggert wird, verstreicht eine gewisse Zeitspanne (siehe "Ungenauer Abstand des Triggerns - Stop der Aufzeichnung") zwischen Tastendruck und Anhalten der Aufzeichnung, so daß möglicherweise der eigentliche Triggerzeitpunkt nicht mit aufgezeichnet ist.



Ungenauer Abstand des Triggerns - Stop der Aufzeichnung


Bei "Handauslösung" sollten Sie "Tr. in der Mitte" einstellen. Bei genügend großer Aufzeichnungsdauer ist in jedem Fall der Abschnitt um den Auslöse-Zeitpunkt fixiert.


Wie lange es nach dem Tastendruck dauert, bis die Aufzeichnung angehalten wird, variiert leider immer um einige zig Mikrosekunden, so daß auch bei Mitten-Triggerung die genaue Lage des Tastendrucks nicht auszumachen ist.



4.12.8 Druck-Text editieren


In den MLS-, FFT- und den Aufzeichnungs-Fenstern sind in den Menüs Druckfunktionen (siehe "Speichern/Laden/Drucken") vorhanden. Zusätzlich zum Fensterinhalt werden Datum und Uhrzeit des Drucks und ein dreizeiliger Kommentar ausgedruckt.


Dieser Kommentar ist für alle Fenster gleich und sein Text wird unter dieser Menüfunktion eingegeben. So können Sie für die Dokumentation Ihrer Meßergebnisse zusätzliche Informationen (Meßreihe, Protokollant etc.) anfügen.



4.12.9 Einstellungen laden


Wenn Sie das Programm für verschiedene Gelegenheiten einsetzen, die unterschiedliche Einstellungen erfordern, können Sie mit dieser Funktion früher gesicherte Einstellungen aktivieren.


Bei Programmstart wird die Datei NFMP.INF gelesen und die dort gespeicherten Einstellungen vorgenommen. Wird diese Datei nicht gefunden, wird nach Ersatz gefragt. Ist auch nach dieser Abfrage keine *.INF-Datei verfügbar, verhält sich das Programm wie beim ersten Start (siehe "Der erste Start").



4.12.10 Einstellungen sichern


Wenn das Programm beendet wird, werden fast alle Einstellungen und das aktuelle Aussehen des Programm-Desktops als Datei NFMP.INF abgespeichert. Unter "Einstellungen" im "Optionen"-Menü können Sie das Abspeichern am Programmende abschalten.


Mit dieser Funktion können Sie das gleiche während der Arbeit mit dem Programm bewirken, um bestimmte Einstellungen zu sichern, die später benötigt werden. Wählen Sie beim Abspeichern einen anderen Namen als NFMP.INF, denn diese Datei wird ja ggf. beim Beenden des Programms überschrieben!


Nicht alle offenen Fenster werden abgespeichert und tauchen dann beim erneuten Start wieder auf. MLS-, FFT- und Aufzeichnungs-Fenster und diverse Einstellungsdialoge sowie Hilfe-Fenster bleiben beim Abspeichern unberücksichtigt.



5 Voraussetzungen für Hertz~Ware


sind zunächst mal fast keine weiteren nötig, wenn Sie einen ATARI Falcon030 verwenden. Das einzige, was außer der Standard-Ausstattung vorhanden sein muß, ist entweder NVDI oder ENHANCER.PRG.


Wie das immer so ist, gibt es aber auch hier einiges zu Hardware und Software anzumerken.



5.1 Hardware-Voraussetzungen


Geschrieben wurde Hertz~Ware für den ATARI Falcon030. Andere ATARI-Rechner "verkraften" Hertz~Ware durchaus, aber außer einer Mitteilung, daß der DSP nicht verfügbar ist und daß sich das DSP-Programm nicht starten läßt, wird man nicht viel erreichen. Das ganze ATARI-Territorium außerhalb des Falcon030 weigert sich...


Das ganze?? Nein!

Da gibt es nämlich ein kleines Dorf ... ääh ... eine Hardware-Erweiterung für den Milan, der diese Maschine mit der Saound-Hardware des Falken nachrüstet. Immer mal beim ATARI-Händler (siehe "Vertrieb") nachfragen!


Der ATARI Falcon030 bringt eigentlich alle Voraussetzungen in Form der Standardausstattung an Hardware mit. Selbstverständlich reden wir hier nicht von der Sparpackung mit 1 MB RAM und ohne Festplatte (Obwohl Hertz~Ware auch darauf sinnvoll betrieben werden kann!)!


Das "eigentlich" im vorigen Absatz ist weit weniger einschränkend gemeint, als man zunächst annehmen mag! Was dem Raubvogel fehlt, ist nur die Qualität im Soundsubsystem, ansonsten ist er für alle Aufgaben, die das Programm für ihn bereithält, gerüstet.


Die "üblichen" Unvollkommenheiten des Soundsubsystems lassen sich mildern bzw. abstellen. Sh. dazu Clockpatch und line inputs.



5.1.1 Soundsubsystem


Es besteht aus den Ein- und Ausgangsverstärkern, den Analog-Digital-Wandlern, der Multiplexer-Hardware und den Digital-Analog-Wandlern.


Aus der Literaturstelle [6] stammt das (vereinfachte) Blockschaltbild der Audiohardware des ATARI Falcon030:


Einige Erläuterungen zu dem Bild:


ADC: Analog-Digital-Converter. An seinen Eingang ist entweder der Eingangsverstärker oder der Audio-Ausgang des Soundchips angeschlossen. Welche von beiden Signalquellen genutzt wird,


kann man im "Soundsubsystem 2 (siehe "Soundparameter einstellen")"-Dialog einstellen - getrennt für linken und rechten Kanal


DAC: Digital-Analog-Converter - das Gegenstück zum ADC. Sein Ausgang ist an den Kopfhörerverstärker angeschlossen.


+: Das "+" über dem DAC bedeutet, daß zusätzlich zum Signal aus der Soundmatrix das Signal des AD-Umsetzers direkt anliegt. Die Signale können einzeln ein- und abgeschaltet werden. Sind beide eingeschaltet, werden sie vor der DA-Wandlung additiv verknüpft.


Das Ganze ist ebenfalls im "Soundsubsystem 2 (siehe "Soundparameter einstellen")"-Dialog - jedoch nur für beide Kanäle gemeinsam - einstellbar.


Adreß/Datenbus: Es handelt sich um den Hauptspeicher des Rechners, nicht etwa um das DSP-RAM (das ist nicht mit dargestellt).


Multiplexer: Dies ist nichts anderes als die Hardware-Realisierung der Soundmatrix. Was hier mit der Pfeilspitze auf diesen Block zukommt, kommt im "Soundsubsystem 1 (siehe "Signalwege einstellen")"-Dialog von links auf die Matrix zu. Was von diesem Block weggeführt wird, kommt im "Soundsubsystem 1 (siehe "Signalwege einstellen")"-Dialog oben aus der Matrix heraus.



PSG (oder auch besser als Soundchip bekannt)


Ja, so etwas hat der Falcon auch - der Tastatur-Klick kommt daher. Den kann man übrigens aufzeichnen (siehe "Oft gestellte Fragen").

Beschrieben ist der Programmable Sound Generator (PSG) in vielen ATARI-Büchern. Da er bei Falcon-Anwendungen kaum bis gar nicht in Erscheinung tritt, sei über ihn hiermit genug geschrieben.


line inputs


Im Originalzustand sind die Eingänge des Falcon030 für den direkten Anschluß von Elektret-Mikrophonen ausgelegt. Schließt man den (analogen Audio-)Ausgang eines CD-Players direkt an, ist dieser Eingang hoffnungslos übersteuert. Auch die Ausgänge sind alles andere als für Messungen geeignet: Dem Zeitgeist entsprechend sind Höhen und Tiefen recht deutlich hervorgehoben, da hier eigentlich ein Kopfhörer angeschlossen werden soll.


Ein sog. Soundlifter (eine Baugruppe, die man käuflich erwerben kann) sorgt nach seinem Einbau in den F030 für eine wesentliche Qualitätsverbesserung. Das betrifft vor allem das Rauschen. Ebenfalls ist der Frequenzgang "begradigt". Alles in allem sorgt der Soundlifter für die unmittelbare Anschließbarkeit der Stereoanlage an den Falcon030, denn auf Ein- und Ausgangsseite herrscht bei ihm Line-Pegel. Mikrophone allerdings müssen nun außerhalb des Rechners vorverstärkt werden.


In den zum Clockpatch genannten Bauanleitungen von M. Ruge bzw. R. Schaffner finden Sie ebenfalls Tips, wie das Original-Soundsubsystem des F030 verändert werden kann, um den Frequenzgang zu linearisieren oder die Eingänge auf Line-Pegel einzustellen.


Externe Wandler


Man kann unter Nutzung eines S/P DIF einen DAT-Recorder als Ein- bzw. Ausgangswandler benutzen. Hierbei bestimmen die entsprechenden Baugruppen des Recorders die Übertragungs-Qualität. Ein CD-Player, der über die entsprechenden Anschlüsse verfügt, kann über das S/P DIF als Signalquelle in Erscheinung treten.


Hertz~Ware ist derzeit für den Anschluß externer Signalquellen/-senken über das PSI von BlowUp ausgelegt. Für die Nutzung des Soundpool-Interfaces muß das Programm FDI_INIT.PRG aktiv sein. Legen Sie es in den AUTO-Ordner.


Wenn externe Wandlerhardware genutzt werden soll, sind im "Soundsubsystem 1 (siehe "Signalwege einstellen")"-Dialog Externeingang bzw. Externausgang einzustellen.

In "Soundsubsystem 2" müssen Sie unter "Codec Clock" "Ext." auswählen, damit das Interface mit dem richtigen Takt betrieben wird. Die weiteren Einstellungen sollten Sie im CPX (PSICTRL) vornehmen.



5.1.2 Bildschirm


Das Programm läuft in allen Auflösungen, kann aber bei Einstellungen mit weniger als 640 Punkten Bildbreite nicht alles auf dem Schirm darstellen. Daher empfiehlt sich eine Einstellung mit 640 oder mehr Pixeln Breite. Unterschreitet die Bildschirmgröße ein bestimmtes Maß, wird der programmeigene Desktop unabhängig von der Einstellung in ein Fenster verlegt.


Optional kann der programmeigene Desktop immer in ein Fenster gelegt werden (siehe "Allgemeine Einstellungen"). Das ist sinnvoll, wenn Hertz~Ware in einer Multitasking-Umgebung genutzt wird.


Die Anzahl der Farben schlägt sich bei Geräten ohne Grafikkarte extrem auf die Rechenleistung nieder, d.h. Sie müssen einen Kompromiß zwischen Systemleistung und Aussagekraft der Darstellungen finden. In fast allen Fällen reicht eine Schwarz-Weiß-Anzeige aus. Mehr als 16 Farben machen für das Programm keinen Sinn.


Grafikkarte


Eine Grafikkarte ist sehr zu empfehlen, sofern sie das ST-RAM von den Video-Zugriffen entlastet.


Screenblaster


Das Programm läuft mit einem externen Screenblaster ohne jegliche Schwierigkeiten. So lange mir nichts Gegenteiliges bekannt wird, gehe ich davon aus, daß es auch mit einem Screenblaster inside und ähnlichen Hardware-Erweiterugen funktioniert.



5.1.3 FPU


Gemeint ist ein Arithmetikprozessor, der als Extrabaustein im Rechner oder als Bestandteil einer M68040-CPU (z. B. Afterburner) daherkommen kann. Natürlich steht auch der Nutzung "höherer" Prozessoren (z. B. M68060), die ihren Weg irgendwie in den Falcon030 gefunden haben, nichts im Wege.


Ob Demo-, Normal- oder Pro-Version - alle gibt es in zwei Ausführungen: eine mit FPU-Unterstützung und eine ohne dies.

Sie erkennen die Ausführung mit FPU-Unterstützung am Namen, ein F vor dem Punkt verrät sie.


Die Versionen ohne FPU-Unterstützung laufen selbstverständlich auch, wenn eine FPU vorhanden ist, nutzen diese aber überhaupt nicht.

Wenn Sie eine FPU-Version starten und der Rechner verfügt über keine FPU, bricht das Programm sofort unverrichteter Dinge wieder ab.



5.1.4 RAM-Ausstattung


Eine RAM-Ausstattung von 4 MB ist nötig, um alle Funktionen des Programms ausführen zu können. Auch mit 1 MB können die meisten Funktionen genutzt werden. 14 MB gewährleisten ein sorgloses Arbeiten.


Diese Zahlen meinen ST-RAM, wie es ursprünglich im ATARI Falcon030 eingebaut ist bzw. auf dem internen RAM-Steckplatz zu finden ist. Hardwareerweiterungen, die TT-RAM bereitstellen, können genutzt werden. Möglicherweise erlauben nicht alle RAM-Karten die Nutzung von TT-RAM für Sound-DMA etc. Aus diesem Grunde kann der Anwender unter "Allgemeine Einstellungen" wählen, welches RAM verwendet werden soll. Im Programm werden 2 Einsatzfälle für das RAM unterschieden: solches, das für DMA genutzt wird und sonstiges. Getrennt für beide Gruppen kann eingestellt werden, ob immer ST-RAM, vorzugsweise ST-RAM, immer oder vorzugsweise TT-RAM (sofern vorhanden) verwendet wird.


Der Einbau und die Nutzung von TT-RAM ist sehr zu empfehlen. Hertz~Ware ist im TT-RAM lauffähig und seine Abarbeitung (wie die aller anderen Programme auch, die dort laufen) geschieht schneller, da die Speicherzugriffe nicht durch die Videologik gebremst werden. Die Programm-Performance wird unabhängig von der eingestellten Farbanzahl1.



5.1.5 Festplatte


Eine Festplatte gehört heute sicher zur normalen Ausrüstung eines Computers. Sie ist aber nicht unbedingt für die Arbeit mit dem MESSPLATZ erforderlich.


Für das Auslagern von Meßergebnissen, das Sichern der Einstellungen empfiehlt sie sich, wenngleich dies auch auf Diskette erfolgen kann. Ob IDE- oder SCSI-HD ist egal. Die Speicherkapazität spielt eine untergeordnete Rolle.



5.1.6 DSP-Hardware


Die angewendeten DSP-Programme sind für den MOTOROLA 56k und die Falcon-typische DSP-RAM-Austattung ausgelegt. Bei Nutzung des Programms auf anderer ATARI-Hardware (z.B. Medusa mit DSP-Karte) kann es aufgrund von Hardwareinkompatibilitäten zu Schwierigkeiten kommen.



5.1.7 Clockpatch


Dieser sollte installiert sein, da gerade bei MLS-Messungen Übertragungsfehler verheerende Verfälschungen nach sich ziehen.


Wie diese Hardwarereparatur auszuführen ist, verraten Anleitungen wie z. B. DOIT030 von Robert Schaffner, die im Mausnetz-Mailboxen verfügbar und auf verschiedenen CD-ROM veröffentlicht sind. Wenden Sie sich an den Autor, um Bezugsquellen zu erfahren.



5.1.8 S/P DIF-Hardware


Verschiedene Hersteller (z. B. Soundpool, BlowUp) liefern Geräte, über die digitale Signalquellen und -senken an den DSP-Port des F030 angeschlossen werden können. Das ermöglicht es, einen DAT-Recorder als hochwertigen AD-Wandler zu verwenden und damit bessere Meßergebnisse zu erzielen.


In Hertz~Ware sind alle verschiedenen S/P DIF verwendbar. Das ADAT-Interface von Soundpool kann bisher nicht verwendet werden.



5.2 Software-Voraussetzungen


Der NF-MESSPLATZ benötigt (außer NVDI bzw. ENHANCER (siehe "NVDI")) keine spezielle Software, um auf dem ATARI Falcon laufen zu können. NVDI sei für die Beschleunigung der Grafikausgaben dringend empfohlen. ST-GUIDE als Voraussetzung, diesen Text als Hilfe-System zu nutzen, ist angebracht.



5.2.1 ST-GUIDE als Helpsystem


Wenn das Hypertextsystem ST-GUIDE als Accessory installiert ist, kann es als Online-Hilfe genutzt werden. Die Datei HERTZ.HYP (und HERTZ.REF) muß an die entsprechende Stelle kopiert werden (s. ST-GUIDE-Dokumentation), und Sie erhalten während der Arbeit mit Hertz~Ware bei Betätigen der HELP-Taste den zum Programmpunkt gehörigen Abschnitt dieses Textes als Hilfe angezeigt.


Per AV-Protokoll wird das Hilfe-Fenster in die Fensterliste von Hertz~Ware einbezogen, Sie können also mit <Control>+<W> zwischen den Programm- und Hilfefenstern hin- und herschalten.



5.2.2 NVDI


Für die Oszilloskop-Anzeige werden die VDI-Funktionen für die Verwaltung von Off-Screen-Bitmaps benötigt, die im Standard-VDI nicht enthalten sind. Deshalb muß NVDI installiert sein, damit das Programm läuft.


Besitzt der Anwender kein NVDI, oder der Installation von NVDI steht irgend etwas im Wege, so kann man das AUTO-Ordner-Programm ENHANCER.PRG, das Hertz~Ware beiliegt, einbinden und verfügt so ebenfalls über die erforderlichen VDI-Funktionen.


NVDI ist in der Version 2.5 bei der Entwicklung des NF-MESSPLATZes fast ständig erfolgreich aktiv gewesen. Man kann wohl davon ausgehen, daß auch die höheren Versionen keine Probleme machen. Anderslautende Beobachtungen bitte ich, mir (siehe "Autor") mitzuteilen.


Die Druckfunktionen des eingebauten GDOS sind erst ab V 3.01 nutzbar.



5.2.3 GDOS


Um die Druckfunktionen der Pro-Version nutzen zu können, muß ein GDOS installiert sein. Dabei ist egal, ob es sich dabei um das im NVDI verankerte oder um das von ATARI gelieferte Speedo-GDOS handelt. Allerdings darf die NVDI-Version nicht älter sein, als Version 3.01, Hertz~Ware lehnt das Drucken über ältere NVDI-GDOS-Versionen ab.



5.2.4 TOS


Das Programm ist unter TOS 4.04 entwickelt und unter TOS 4.04, MagiC und MultiTOS getestet. Für andere TOS-Versionen sowie für NAES und MinT kann ich keine Aussagen machen und bitte Anwender dieser Systeme, mir (siehe "Autor") ihre Erfahrungen mit dem NF-MESSPLATZ mitzuteilen.



5.2.5 PSIDRIVE


Wenn Sie ein PSI-Interface von BlowUp verwenden möchten, müssen Sie das mitgelieferte Programm PSIDRIVE.PRG in den AUTO-Ordner kopieren (FDI_INIT.PRG oder MATRIX.PRG dürfen nicht im AUTO-Ordner liegen!). Dies installiert die nötige Treibersoftware. Fehlt sie, ist im "Soundsubsystem 2"-Dialog kein externer Takt anwählbar.

Für die Konfiguration der PSI-Hardware können Sie das CPX-Modul PSICTRL.CPX benutzen.



5.2.6 FDI_INIT


Wenn Sie ein Interface von Soundpool verwenden möchten, müssen Sie das Programm FDI_INIT.PRG oder MATRIX.PRG in den AUTO-Ordner kopieren (PSIDRIVE.PRG darf nicht im AUTO-Ordner liegen!). Dies installiert die nötige Treibersoftware. Fehlt sie, ist im "Soundsubsystem 2"-Dialog kein externer Takt anwählbar.




A Literatur


In diesem Anhang findet der Anwender einige Literaturtips, die ihm weiterhelfen können.

Neben allgemeinen Abhandlungen zum Thema (ATARI-)Computer sind es im Umfeld des Programms Hertz~Ware vor allem Fragen der Soundbe- und -verarbeitung, der Signalverarbeitung und der DSP-Programmierung.


An dieser Stelle geht es nicht um eine vollständige Bibliographie zum Thema, sondern es sind einige Literaturstellen zusammengefaßt, die dem Autor während der Entstehung des Programms weitergeholfen haben. Auch sind Titel aus dem thematischen Umfeld genannt, die ggf. dem interessierten Fachmann weiterhelfen.


1. Dieter Geiß/Jürgen Geiß "Vom Anfänger zum GEM-Profi"

Hüthig Buch Verlag Heidelberg 1990

Dem Buch ist das Gerüst für die Bedienoberfläche entnommen (in der Version der 3. Auflage 1992).


2. Dietmar Hendricks/Alexander Herzlinger/Martin Pittelkow "Das Buch zum Atari Falcon030"

DATA BECKER Düsseldorf 1992

Ein (aufgrund des frühen Erscheinungszeitpunktes nicht durchgängig exakter) Überblick über den ATARI Falcon030 und seine Einordnung in die ATARI-Geschichte. Die XBIOS-Routinen für DSP und Soundsubsystem sind behandelt.


3. Mohamed El-Sharkawy "Real Time Digital Signal Processing Applications With Motorola's DSP56000 Family" (in englischer Sprache)

Motorola Inc. 1990

Eigentlich ist dies ein "Übungsbuch" zu einem DSP-Kit. Es werden die Struktur und der Befehlssatz der 56k-Familie gut erläutert. Im Vergleich zum normalen Handbuch ist die I/O-Handhabung, Speicheraufteilung etc. hier besser zugänglich.


4. A. V. Oppenheim "Zeitdiskrete Signalverarbeitung"

München, Oldenburg 1992

Grundlagenwerk. Die hier dargestellten Spezifika der zeitdiskreten Abtastung von Signalen geben ein gutes Verständnis der Probleme der digitalen Signalverarbeitung im Unterschied zum Umgang mit analogen Signalen.


5. John Strawn (Editor) "Digital Audio Engineering - An Anthology" (in englischer Sprache)

William Kaufmann, Inc., Los Altos 1985

Aufsätze zur digitalen Audiotechnik mit Themen, wie:


• Grundlagen des Digitalrecording


• Dynamik-Grenzen digitalisierter Audiodaten


• Bestandteile und Prinzipien digitaler Synthesizer


6. Stefan Bock "Der Ruf des Falken"

ST-Computer Heft 11/92 S. 104 ff.

Das Soundsubsystem des ATARI Falcon030 und seine Handhabung werden beschrieben. Diesem Artikel ist die Anregung für das Echtzeit-Oszilloskop der Hertz~Ware entnommen.


7. Jürgen Lietzow "Der Verwandlungskünstler"

Teil 1: ST-Computer Heft 10/93 S. 116 ff.

Teil 2: ST-Computer Heft 11/93 S. 116 ff.

Teil 3: ST-Computer Heft 12/93 S. 116 ff.

Teil 4: ST-Computer Heft 1/94 S. 108 ff.

Eine gelungene Artikelfolge, die die DSP-Hardware des Falken anschaulich erklärt. Wie der 56k im Falken eingebunden ist, wie Daten zum und vom DSP gelangen und das DSP-RAM verwaltet wird - alles behandelt. Nebenbei erfährt man, wie man mit den (nicht dokumentierten) Hinterhältigkeiten des ATARI-Hardwaredesigns umzugehen hat ... Hier werden falcon-spezifische DSP-Entwicklungswerkzeuge vorgestellt.


8. M. Heckl/H. A. Müller "Taschenbuch der Technischen Akustik"

Springer-Verlag Berlin, Heidelberg 1975, 1994, korr. Nachdruck 1995

Ein Standardwerk im Akustikbereich schlechthin. U. a. ist die Verwendung von Maximalfolgen (siehe "MLS") zur Ermittlung der Impulsantwort im Rahmen raumakustischer Untersuchungen dargestellt.


9. H. Alrutz "Ein neuer Algorithmus zur Auswertung von Messungen mit Pseudorauschsignalen"

Fortschritte der Akustik

Plenarvorträge und Kurzreferate der 8. Tagung d. Dt. Arbeitsgemeinschaft f. Akustik, DAGA '81, Berlin

VDE-Verlag GmbH, Berlin 1981

Überblicksmäßige Vorstellung des Meß- bzw. Berechnungsverfahrens mit Maximalfolgen (siehe "MLS").


10. J, Borish, J. Angell "An Efficient Algorithm for Measuring the Impulse Response Using Pseudorandom Noise" (in englischer Sprache)

Journal of the AES 31/7 S. 478-487

Eine genaue Beschreibung des mathematischen Hintergrundes der MLS-Analyse.


11. Y. Ando "Concert Hall Acoustics" (in englischer Sprache)

Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, New York, Tokyo 1985

Diesem Werk ist das Fortran-Programm entnommen, das als Vorlage für die MLS-Bestandteile von Hertz~Ware diente.


12. W. Friedrich "Tabellenbuch Elektrotechnik/Elektronik"

Ferd. Dümmlers Verlag Bonn 1989

Standard-Nachschlagewerk




B Oft gestellte Fragen


... und die dazugehörigen Antworten natürlich!


Dieses Kapitel wird sich erst im Laufe der Zeit füllen - bisher gibt's noch wenige Anwender und deshalb auch wenige Fragen ...


Aber wenn Fragen auftauchen, dann könnte dieser Anhang so aussehen:


Einführendes Beispiel

Frage: Ich mag keine langen Anleitungen lesen. Gibt's eine Kurzanleitung für ganz Eilige?


Antwort: Klar! Am besten ein Beispiel, das die Programm-Philosophie verdeutlicht.

Nach dem ersten Programmstart, nachdem die Dateiauswahlbox für die *.INF-Datei wieder geschlossen ist, drücken Sie nacheinander die Funktionstasten F5, F6 und F7. Daraufhin tauchen drei weitere Fenster auf ("Sender (siehe "Funktionsgeneratoren")", "Messempfang (siehe "Echtzeitanzeigen")" und "Soundsubsystem 1 (siehe "Signalwege einstellen")").

Toppen Sie das "Sender"-Fenster und klicken Sie mit der linken Maustaste in das linke Fensterdrittel. Im auftauchenden PopUp-Menü schalten Sie einen Sinusgenerator ein und tragen in dem Parameterfenster ("Funktionsgenerator") mit der Tastatur die Frequenz 01000.00 Hz und bei "Pegel links" 0 dB ein.

Toppen Sie das Fenster "Soundsubsystem 1 (siehe "Signalwege einstellen")". Stellen Sie die Soundmatrix wie in der folgenden Abbildung ein.


Wenn Sie im Allgemein-CPX den Lautsprecher angeschaltet haben, hören Sie im internen Falcon-Lautsprecher den 1 kHz-Ton. Man kann das aber auch ganz schnell wieder abschalten &-).

Toppen Sie jetzt "Messempfang (siehe "Echtzeitanzeigen")"! Klicken Sie mit der linken Maustaste in den rechten Fensterbereich und schalten mit dem PopUp-Menü das Oszilloskop als Empfänger ein. Das Signal aus dem Funktionsgenerator können Sie jetzt nicht nur hören, sondern auch sehen - in dem "Sound-Oszi"-Fenster. Wenn Sie sich sattgesehen haben, betätigen Sie den Schließknopf des Oszifensters (und schalten es damit ab).


In der Soundmatrix stellen Sie nun folgendes Bild ein:


Schließen Sie eine Stereo-Signalquelle an den Mikrophoneingang des F030 an. Rufen Sie das bereits bekannte PopUp-Menü im "Messempfang (siehe "Echtzeitanzeigen")"-Fenster auf; wählen Sie aber jetzt den Stereo-Korrelator. Vergessen Sie nicht, im Sound-CPX die Eingangssteller aufzuziehen! Sie sehen ungefähr folgendes:


Betätigen Sie die Tastenkombination <ALT>-<R>. Das Korrelatorfenster verschwindet und ein anderes taucht auf. Nach ca. 1 s drücken Sie auf die Leertaste und das aufgetauchte Aufzeichnungsfenster (siehe "Aufzeichnung") füllt sich mit Inhalt.

Rufen Sie mit <Control>+<A> eine Spektralanalyse (FFT) für den linken Kanal auf und haben Sie ein wenig Geduld (auf meinem unbeschleunigten Falken dauert das ca. 10 s).

Also bei meinem Tuner kann ich bei 19 kHz deutlich Pilotton-Reste im linken Kanal erkennen ...


Kein Wobbel-Generator!?

Frage: Ich vermisse einen Wobbler oder Sweep-Generator, mit dem man sehr zügig Frequentgänge aufnehmen kann ...


Antwort: Den gibt es z. Zt. nicht in Hertz~Ware. Dafür stehen zwei Gründe:


1. Mit dem eingebauten DSP-Programm liegen die nötigen Voraussetzungen vor, aber ich bin froh, daß die bis jetzt aktiven DSP-Routinen zeitlich auf einem unbeschleunigten DSP zu schaffen sind. Erweiterungen würden bei hohen Taktraten Probleme machen ...

2. Hertz~Ware hat etwas viel Schöneres als einen Sweep-Generator &-)! Nämlich die MLS-Analyse! Die ist moderner, schneller und nicht zuletzt genauer.


Vielleicht gibt es einen Anwendungsfall, bei dem ein Sweep-Generator unbedingt gebraucht wird. Bisher konnte ich alle traditionellen Einsatzfälle dafür mit dem Gespann MLS/FFT wie beschrieben erledigen.


Wie gesagt: Bisher. Wenn die Ausnahme auftaucht, hätte ich die Bitte, mir das mitzuteilen.


Frequenzgang ermitteln

Frage: Unter "Programm-Philosophie" wird auf die Möglichkeit hingewiesen, Frequenzgänge zu ermitteln. Wie geht das?


Antwort: Zunächst müssen die nötigen Verbindungen hergestellt werden - im Rechner und "drum herum".

Angenommen, es geht um das Einmessen einer Beschallungsanlage und es werden die internen AD/DA-Wandler des F030 benutzt. Dann wird der Falcon-Ausgang an einen Verstärkereingang angeschlossen. Das an geeigneter Stelle plazierte Meß-Mikrophon wird (evtl. über einen Vorverstärker) mit dem Falcon-Eingang verbunden.

Damit die Impulsantwort dieser Übertragungsstrecke ermittelt werden kann, müssen im "Soundsubsystem 1 (siehe "Signalwege einstellen")"-Dialog "die Weichen" in der Soundmatrix richtig gestellt werden: Der DAC-Ausgang ist mit dem DMA-Eingang, der DMA-Ausgang mit dem ADC-Eingang zu verbinden. Das sieht dann so aus:


Was mit EXT und DSP passiert, ist im Moment unwichtig. Jetzt mit <ALT>-<M> die MLS-Analyse aufrufen und die Regler im Sound-CPX anschließend ggf. "aufdrehen" (Übersteuerung unbedingt vermeiden!) und die MLS-Analyse wiederholen.

Das Ergebnis bei guter Aussteuerung dann im MLS-Fenster markieren, d. h. den Anfang der Markierung an die Stelle setzen, wo die Linie anfängt "zu zappeln". Das Ende der Markierung kann man an eine Stelle setzen, wo sich alles wieder beruhigt hat (Es gibt da scheinbare "Fernechos", die aber in Wirklichkeit (unbedeutende) systematische Fehler der Hadamard-Transformation (Literatur [9]) sind - die sollten nicht mehr mit markiert sein!). Wo man das Ende hinsetzt, hängt auch von der Geduld ab - je mehr Input, desto länger dauert die FFT, mit der man dann nämlich den Frequenzgang ermittelt.

Wenn der Frequenzgang in die Achterbahn geraten scheint, erkennt man im FFT-Fenster, welche(r) Regler des Equalizers man wohin schieben muß.


Beispiel Aufzeichnung und anschließende FFT

Frage: Der Tastaturklick bei meinem Rechner hört sich so komisch an, woran liegt das?


Antwort: Manche Programme ändern die Einstellungen des Soundsubsystems und restaurieren den Urzustand am Programmende nicht. So kann es passieren, daß der T-Klick dumpf (wenn überhaupt!) erscheint. (Hertz~Ware stellt übrigens alle Soundparameter wieder her sofern sie sich abfragen lassen).


Mit Hertz~Ware kann man den Klick analysieren, d. h. aufzeichnen und ansehen und ggf. das Spektrum betrachten. Dazu müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Im Desktop muß der Tastatur-Klick eingeschaltet sein und bei "ADC Input (siehe "Soundparameter einstellen")" sollte auf PSG gestellt sein.


Jetzt die Aufzeichnungsdauer auf Minimum und den Triggerzeitpunkt auf Anfang und aufgezeichnet! Und? Es passiert nichts?

Richtig, denn es gibt kein Triggerereignis. Also Taste drücken, damit's "Klick" macht und anschließend im Aufzeichnungsfenster nach diesem Bild suchen!


Sie sehen, daß der rechte Kanal gedämpft ist, während links "Vollgas" ist.

Wenn das Einschwingverhalten interessiert - einfach zoomen:


Vielleicht interessiert sich ja doch jemand für die spektrale Zusammensetzung dieses Geräusches? (Den Gleichanteil besser unberücksichtigt lassen!)


Und nach Zoomen und Scrollen


erkennen Sie, daß irgendwo bei 2,1 kHz ein Maximum ist ...


Kalibrieren des RTA-Moduls

Frage: Brauche ich nun doch einen "richtigen" Sinusgenerator zum Kalibrieren der dB-Anzeige, wenn die Echtzeit-Spektral-Analyse läuft?


Antwort: Damit geht's praktisch und schnell. Aber brauchen - brauchen nicht! Wenn der RTA-Modul läuft, kann man die Hertz~Ware-Funktionsgeneratoren nicht nutzen. Trotzdem kann Hertz~Ware auch dann ein Prüfsignal bereitstellen, es ist nur etwas "um die Ecke".


Sie benötigen ein Prüfsignal, das mindestens zwei unterschiedliche Pegelwerte bei unterschiedlichen Frequenzen aufweist. Eines sollte bei Vollaussteuerung liegen, die Abstände sollten dem dB-Raster entsprechen. Mit drei Sinustönen läßt sich so ein Signal zusammenstellen. Nehmen Sie die Einstellungen im Funktionsgeneratorfenster wie in dieser Abbildung vor:


Halt! Jetzt noch nicht den RTA-Modul aufrufen! Dann wäre alles weg, was Sie eingestellt haben, das DSP-Programm für die Schwingungserzeugung wird abgeschaltet.

Statt des RTA rufen Sie die Aufzeichnung auf. Leiten Sie den DSP-Ausgang auf den DMA-Eingang (das "zweitlinke zweitunterste" Feld in der Matrix muß aktiv sein). Zeichnen Sie das Signal auf, markieren Sie es so, daß Anfang und Ende zusammenpassen und speichern Sie es als Datei ab. Das genaue Markieren ist recht fitzelig: So lange man die Nahtstelle hören kann, ist es nicht die richtige Stelle. Verwenden Sie die Datei K3_05_50.RCD, die Hertz~Ware beiliegt, denn ihre Länge ergibt genaue Passung von Anfang und Ende (in diesem Fall brauchen Sie natürlich nichts aufzeichnen, sondern laden die Datei nur).

So haben Sie nun doch die Möglichkeit, die Falcon-Hardware als Prüfsignalquelle zu nutzen, ohne daß das Standard-DSP-Programm laufen muß. Das Signal ist aufgezeichnet und kann per DMA-Wiedergabe abgespielt werden. Öffnen Sie das Aufzeichnungsfenster (wenn es nicht noch offen ist) und laden Sie die Datei mit dem Prüfsignal. Stellen Sie jetzt unter "Abspielen" "zyklische Wiedergabe" ein und lassen Sie die Aufnahme abspielen. Die Prüffolge wird ständig wiederholt, ohne daß dafür der DSP benötigt wird. Ihnen bleibt nur noch die Aufgabe, die Soundmatrix gemäß Ihrer Aufgabe einzustellen, dann sollte ein Bild im RTA-Fenster auftauchen, das ungefähr so aussieht:


Wählen Sie den linken Kanal aus und stellen Sie die 0 dB-Linie auf die Spitze der Säule bei 16 kHz. Verschieben Sie den dB-Rastersteller so lange, bis die -20 dB-Linie auf der 4 kHz-Säule aufsetzt. Mit dem 0 dB-Steller positionieren Sie jetzt die -20 dB-Linie auf die 16 kHz-Spitze. Mit anderen Werten aber nach dem gleichen Prinzip können Sie im rechten Kanal vorgehen. Oder Sie stellen sich eine andere Prüfsignaldatei zusammen.


Anmerkung: Nur wenn Sie die FFT-Fensterfunktion abschalten (wie in den Beispielbildern) erhalten Sie exakte Pegelangaben! Das Bild ist dann aber prinzipbedingt etwas unruhig. Richten Sie sich jeweils nach den untersten Werten des Schwankungsbereiches!


Weitere Fragen

Frage: Wie kann ich wem meine Frage(n) zu Hertz~Ware stellen?


Antwort: Wenden Sie sich einfach an mich (siehe "Autor"). Wenn es sich um eine Frage handelt, die ich nicht selber beantworten kann (oder andere können's vielleicht besser), leite ich sie an die richtige Stelle. Sie erhalten dann Antwort. Ist die Frage von allgemeinem Interesse, taucht sie hier samt der Antwort auf.




C Historie


Hier in groben Zügen die wesentlichsten Änderungen von Version zu Version:


V 1.2 19970918


• Dialoge jetzt im 3D-Aussehen


• Externe Taktquellen können verwendet werden. Grundlage dafür ist das AUOTO-Ordner-Programm PSIDRIVE.PRG (siehe "PSIDRIVE"), das die nötige Treibersoftware installiert.

Diese Treibersoftware ist ursprünglich für das PSI von BlowUp vorgesehen. Über die entsprechenden Kompatibilitätseinstellungen können aber auch S/P DIF anderer Hersteller betrieben werden.


• Die Handhabung des Soundsubsystems ist überarbeitet. Alle Einstellungen, die in den üblichen CPX-Modulen vorgenommen werden können, werden von NFMP nicht mehr bedient. Die Dialoge "Soundsubsystem 1 (siehe "Signalwege einstellen")" und "Soundsubsystem 2 (siehe "Soundparameter einstellen")" sind überarbeitet.


• Die ST-GUIDE-Hilfefenster werden jetzt mit einbezogen, wenn "Fenster wechseln" (^W) aufgerufen wird.


V 1.2a 19971019


• Es waren einige Korrekturen bei der Handhabung externer Taktquellen erforderlich


• Wenn NFMP ohne abgespeicherte Einstellungen gestartet wird, ist der Generator jetzt still.


• Einige AES-Fehlermeldungen sollten jetzt nicht mehr auftauchen ...


• Wenn NFMP ohne NVDI (mit ENHANCER.PRG) gestartet wird, ist jetzt im Oszilloskop und im Korrelator der Hintergrund nicht mehr einfarbig und die Hilfslinien sind zu sehen (Farbe einstellbar).


• Die *.INF-Dateien von NFMP in beiden Versionen (mit und ohne FPU-Unterstützung) sind jetzt kompatibel (betrifft nicht die Demo-Version).


• Im Dialog "Einstellungen" kann man einstellen, ob am Programmende eine *.INF-Datei abgespeichert werden soll oder nicht (Standardwert: Aus).


V 1.2b 19971031


• Zeichenfehler im Sender- und Empfängerfenster behoben


• Im Aufzeichnungsfenster ist jetzt bei allen Einstellungen für den Triggerzeitpunkt nicht mehr am Anfang ein Stück zu sehen, das ans Ende gehört.


• Der Standardwert für den Triggerzeitpunkt ist jetzt "Anfang".


• Fehler in der Taktverwaltung behoben: Wenn mit "Einstellungen laden" Parameter gesetzt wurden, kam es zu Fehlern, wenn der abgespeicherte Wert für die Abtastrate ungleich dem aktuellen war.


• Fehler beseitigt, der auftrat, wenn bestimmte Konstellationen mit dem Spitzenwert-Fenster abgespeichert wurden (Rechner blieb stehen).


• Auch auf unbeschleunigten Falcon030 sollte das eingebaute DSP-Programm keine Zeitprobleme mehr haben, auch bei höchster Abtastrate nicht.


• Wenn das Programm bei offenem Oszi- oder/und Korrelator-Fenster beendet wurde, kam die VDI-Fehlermeldung "Ungültiges Handle". Die Ursache dafür ist jetzt behoben, die Meldung bleibt aus.


V 1.3 19971212


• MLS-, Aufzeichnungs- und FFT-Fenster sind in der Größe veränderbar.


• "FPU-Bug" behoben


V 1.3.1 19971220


• FFT-Resultate können als ASCII-Datensätze abgespeichert werden.


V 1.3.2 19990323


• Aufzeichnungen können als *.WAV oder *.AVR-Dateien abgespeichert und geladen werden.


V 1.3.3 19990406


• NFMP heißt jetzt Hertz~Ware.


• Die Lauffähigkeit auf dem Milan mit Falcon-kompatibler Sound-Hardware ist vorbereitet, scheitert bisher noch an ungeklärten Hardware-Gegebenheiten.




D Bekannte Fehler und Probleme


... und wie man sich behelfen kann.


Kein halbwegs ausgewachsenes Programm ist vollkommen, das wäre Zufall. Auch Hertz~Ware hat - trotz der Argusaugen der Betatester - so seine Problemzonen.

Nicht immer ist es möglich, festgestellte Unzulänglichkeiten sofort zu bereinigen. Deshalb wird an dieser Stelle auf Programmfehler hingewiesen, die bereits fixiert, in der aktuellen Version aber noch vorhanden sind. Ein kleiner Hinweis, ob und ggf. wie man mit dem Fehler zurechtkommen kann, vervollständigt die Aufstellung.

Damit Sie sich eindeutig orientieren können, ist die Liste nach den Programm-Versionsnummern geführt. Nur was unter einer bestimmten Versionsnummer aufgeschrieben ist, trifft auch wirklich zu! Die Versionsnummer Ihres Programms erfahren Sie aus dem "über Messplatz ..."-Dialog, dritte Zeile (Hauptmenü).


V 1.1 970821


• Wenn am Programmende 5 Fenster geöffnet sind und eins davon ist das "Spitzenwert"-Fenster, muß dies bei Programmende (Abspeichern der INF-Datei) oben liegen. Ist das nicht der Fall, bleibt das Programm beim erneuten Start (Laden der INF-Datei) hängen.

Betrifft nicht die Demo-Version!


Abhilfe: "Spitzenwert"-Fenster als oberstes anordnen vor dem Abspeichern der INF-Datei.


• Das DSP-Programm ist noch nicht auf Geschwindigkeit optimiert. Deshalb kann es vorkommen, daß bei einer Abtastrate von 50 kHz Störungen bei den Funktionsgeneratoren auftreten (Ausreißer, die in der Aufzeichnung zu sehen sind).


Abhilfe: Wenn möglich nur Abtastraten <= 33 kHz oder beschleunigten DSP verwenden.


• Der vorliegende Hypertext ist für die Arbeit an einem Rechner mit 16-Farben-Darstellung vorgesehen. Wenn Sie diesen Text an einem Schwarz-Weiß-Bildschirm lesen, sind einige Abbildungen nicht zu erkennen. Abhilfe gibt es keine, verwenden sie zumindest 16 Farben.


V 1.2 19970918


• Wenn am Programmende 5 Fenster geöffnet sind und eins davon ist das "Spitzenwert"-Fenster, muß dies bei Programmende (Abspeichern der INF-Datei) oben liegen. Ist das nicht der Fall, bleibt das Programm beim erneuten Start (Laden der INF-Datei) hängen.

Betrifft nicht die Demo-Version!


Abhilfe: "Spitzenwert"-Fenster als oberstes anordnen vor dem Abspeichern der INF-Datei.


• Das DSP-Programm ist noch nicht auf Geschwindigkeit optimiert. Deshalb kann es vorkommen, daß bei einer Abtastrate von 50 kHz Störungen bei den Funktionsgeneratoren auftreten (Ausreißer, die in der Aufzeichnung zu sehen sind).


Abhilfe: Wenn möglich nur Abtastraten <= 33 kHz oder beschleunigten DSP verwenden.


V 1.2a 19971019


• Wenn am Programmende 5 Fenster geöffnet sind und eins davon ist das "Spitzenwert"-Fenster, muß dies bei Programmende (Abspeichern der INF-Datei) oben liegen. Ist das nicht der Fall, bleibt das Programm beim erneuten Start (Laden der INF-Datei) hängen.

Betrifft nicht die Demo-Version!


Abhilfe: "Spitzenwert"-Fenster als oberstes anordnen vor dem Abspeichern der INF-Datei.


• Das DSP-Programm ist noch nicht auf Geschwindigkeit optimiert. Deshalb kann es vorkommen, daß bei einer Abtastrate von 50 kHz Störungen bei den Funktionsgeneratoren auftreten (Ausreißer, die in der Aufzeichnung zu sehen sind).


Abhilfe: Wenn möglich nur Abtastraten <= 33 kHz oder beschleunigten DSP verwenden.


• Bei betragsmäßig großen und sehr kleinen Werten treten in der FPU-Version Ungereimtheiten auf. Das äußert sich leider recht deutlich bei errechneten Spektren.


Abhilfe: Z. Zt. keine.


V 1.2b 19971031


• Bei betragsmäßig großen und sehr kleinen Werten treten in der FPU-Version Ungereimtheiten auf. Das äußert sich leider recht deutlich bei errechneten Spektren.


Abhilfe: Z. Zt. immer noch keine, aber bald &-).


V 1.3 19971212


• Wenn ENHANCER.PRG aktiv und GDOS geladen ist, funktioniert die Darstellung der Hilfslinien und Beschriftungen in den Oszilloskop-, Korrelator- und RTA-Fenstern nicht (Fehler in ENHANCER.PRG).


Abhilfe: Installieren Sie NVDI 2.5 oder höher.





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